Schweich. Am Montagnachmittag gegen 14:15 Uhr kam es im Meulenwald zwischen Schweich und Trier- Quint zu einem großen Waldbrand.
„Zunächst wurde die Feuerwehr zu einer Rauchentwicklung im Wald im Bereich des Heilbrunnens alarmiert. Wir konnten auch eine starke Rauchsäule sehen, wussten aber zunächst nicht genau wo der Brandort war“ erklärt Einsatzleiter Alexander Loskyll.
Bedingt durch die zu sehende Rauchsäule wurden umgehend weitere Feuerwehreinheiten nachalarmiert. „Als wir die Einsatzstelle lokalisiert hatten, stellten wir fest, dass eine große Fläche in Brand stand und sich am ausbreiten war“ so Loskyll. Mit den ersten Tanklöschfahrzeugen begannen die Feuerwehrkräfte mit den Löschmaßnahmen an einem steilen Gelände. „Schnell war klar, dass wir viel Wasser brauchen werden und haben schließlich noch zahlreiche Feuerwehren mit wasserführenden Fahrzeugen nachalarmiert“ erklärt der Einsatzleiter. Am Forsthaus in Trier- Quint wurde die Einsatzleitung aufgebaut und alle Feuerwehren in einen Bereitstellungsraum gelotst. Von dort wurde der Großeinsatz koordiniert. „Im Pendelverkehr sind Löschfahrzeuge nach Issel zum auftanken gefahren und schließlich mehr als 1,5 Kilometer in den Wald zum Brandort gefahren“ erklärt Alexander Loskyll. Es brauchte mehrere Stunden bis das Feuer gelöscht werden konnte. Aus der Luft hat der Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera der Einsatzleitung auf dem Boden mitgeteilt, in welche Richtung sich das Feuer ausbreitete und wo es noch Glutnester gab. „Viele große Baumstumpfe standen auf der verbrannten Fläche. Dort ist das Feuer tief in die Erde eingedrungen. Und dass galt es in stundenlanger Arbeit abzulöschen“ so der Einsatzleiter. Dann gab es für die Feuerwehrleute das Hindernis und Problem, dass der Waldbrand sich in einer Steillage befand.
Damit eine konstante Wasserversorgung aufrecht erhalten bleiben konnte, wurden unweit des Brandortes zwei große Wassersäcke mit Wasser gefüllt. Diese wurden fortlaufend von den wasserführenden Feuerwehrautos eingespeist.
Aufgrund der großen Hitzeentwicklung konnten sich die Feuerwehrleute bei den Nachlöscharbeiten ihre dicken Jacken ausziehen und so auch mit Schaumeinsatz den Brand vollkommen löschen.
Inmitten der Brandstelle steht eine neu gebaute Ruhebank. Hierzu erklärt der neue Forstleiter Julian Thiebes „Diese Bank haben wir vor zwei Wochen aufgestellt, da man einen guten Blick in Richtung Schweich werfen kann. Hier wurden in Forstarbeiten zahlreiche Bäume entfernt und somit entstand diese Schneise.“ Die Polizei und der Forstleiter gehen hier von einer möglichen Brandstiftung aus. „Bei dieser Trockenheit und dem starken Wind reicht eine weggeworfene Zigarette“ so Thiebes.
Am späten Montagabend, mit Einbruch der Dunkelheit konnten alle Löscharbeiten abgeschlossen werden.
Im Einsatz waren mehr als 120 Einsatzkräfte von Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), Wehrleitung und Führungsstaffel VG Schweich. Der Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Trier- Saarburg. Die Feuerwehren aus Schweich, Föhren, Leiwen, Issel, Longuich, Fell, Kenn, Köwerich, Ensch, Kordel, Newel, Reinsfeld, Schillingen, der Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Löschzug Trier- Biewer. Weiterhin das DRK OV Schweich, die Polizei Schweich und der Polizeihubschrauber der Polizei.

(Blaes)