Corona-Impfstoff

Ähnlich wie aus anderen Städten berichtet, werden auch im von Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg betriebenen Impfzentrum Trier derzeit viele Impftermine kurzfristig abgesagt oder die Patienten erscheinen ohne Absage gar nicht. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Termine, bei denen Patienten der Wirkstoff des Herstellers AstraZeneca verimpft werden soll.

So wurden am Dienstag 86 von 341 Terminen abgesagt oder nicht wahrgenommen, am Mittwoch 33 von 88. Die AstraZeneca-Impfungen sind in Zehnergebinden. Nach Anbruch eines solchen Gebindes können die übrigen Dosen noch sechs Stunden kühl gelagert werden, bis sie verbraucht werden müssen. Die Impfkoordinatoren von Stadt und Landkreismussten bisher keine Impfdosen vernichten, sondern haben kurzfristig Personen aus der Priorität 1 gefunden, deren Impfungen vorgezogen werden konnten. Dies wird jedoch zunehmend schwieriger.

Dr. Harald Michels vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung appelliert deshalb an alle Impfberechtigten, sich auch mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen zulassen. „Die Wirksamkeit des Impfstoffs, bei einem Impfschema mit längerem Zeitintervallen zwischen erster und zweiter Impfung, ist deutlich besser, als man vermutet. Bei einem längeren Impfschema im Abstand von neun bis zwölf Wochen, lag die Impfeffektivität doch bei um die 90 Prozent, er schützte aber zu hundert Prozent vor schweren Verläufen und Krankenhauseinweisungen,“ so Michels.