Fundort Glan (3)

Viele Menschen in ganz Rheinland-Pfalz nehmen Anteil an einem Schicksal eines 13-jährigen autistischen Jungen aus der Pfalz.

Wie die Polizei mitteilte ist am Montagnachmittag gegen 15:00 Uhr bei Aufräumarbeiten am Glanufer in der Gemarkung Odernheim ein Leichnam aufgefunden und geborgen. Die Personenbeschreibung sowie die Gesamtumstände lassen keinen vernünftigen Zweifel daran, dass es sich hierbei um den 13-jährigen Vermissten aus Meisenheim handelt.

Der Junge wurde seit dem 31. Januar 2021 vermisst. Umfangreiche Suchmaßnahmen und Ermittlungen führten nicht zu seinem Auffinden. Es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor. Zur Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach angeregt.

Auf Facebook teilt die „Stiftung Kreuznacher Diakonie“ mit:
Fassungslos und niedergeschlagen müssen wir Euch mitteilen: Jonathan wurde gestern im Glan tot aufgefunden. Die Eltern, wie auch die Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen der Wohngruppe in Meisenheim, wo der autistische Junge seit 2015 gelebt hat, werden derzeit psychologisch und seelsorgerisch betreut.
Jonny, wie er von seiner Familie und seinen Freunden genannt wird, war seit dem 31. Januar vermisst. Umfangreiche Suchaktionen mit Helikoptern, Spürhunden und Wärmebildkameras blieben leider erfolglos. In der Stadt Meisenheim und am Ufer der Glan wurde bis weit in die frühen Morgenstunden nach Jonny gesucht. Auch die Mitarbeitenden aus den anderen Wohngruppen drehten jeden Stein um. Seit heute haben wir die traurige Gewissheit, dass jede Hoffnung ihn lebend wiederzufinden dahin ist.
Sabine Richter, Theologische Vorständin der Stiftung Kreuznacher Diakonie, ist sprachlos: „Wir haben alle bis zuletzt gehofft, dass Jonny gefunden würde. Wir sind tief erschüttert über dieses Unglück. Jonny ist tot. Wir trauern mit seinen Eltern, seinen Freunden und Betreuern um ihn.“
Bilder: Sebastian Schmitt