130 Beschäftigte der Riva-Stahl-Gruppe streiken an der Porta Nigra in Trier

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Trier. Nachdem in der vergangenen Woche der Vorstand der IG Metall dem Antrag auf Urabstimmung der Trierer IG Metall stattgegeben hat, fand letzten Donnerstag die Urabstimmung über einen dauerhaften Streik der IG Metall Mitglieder von Riva-Stahl an den beiden Betriebsstätten in Trier und Horath statt. 100% der IG Metall-Mitglieder stimmten für den Streik.
So gab es in den letzten beiden Tagen bereits einen Streik der Beschäftigten. Am heutigen Donnerstag ist der erste Höhepunkt an der Porta Nigra. Zuvor sind die Beschäftigten, unter Begleitung der Polizei, in einem Streikautokorso vom Betrieb Trier um 11 Uhr gestartet mit dem Ziel Porta Nigra. Dort gab es gleichzeitig als Einstimmung „Solidaritäts“- Musik. Als alle Streikenden eingetroffen waren, zogen sie unter dem Denkmal durch auf den Vorplatz. Dabei zündeten sie Pyrotechnik und riefen „Einen Betriebsvertrag wollen wir, darum sind wir heute hier“. Gleichzeitig „stürmten“ einige Beschäftigen die Porta Nigra und rollten große Banner und Fahnen von oben aus. Als Hauptredner kam Hans-Jürgen Urban, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der IG Metall. Solidaritätsdelegationen anderer Betriebe und aus anderen Regionen kamen ebenso, wie Delegationen befreundeter Gewerkschaften aus dem DGB.

(Blaes)

Die Riva Gruppe zählt zu den wichtigsten Stahlherstellern Europas. 1954 von Emilio Riva, Pionier der italienischen Stahlindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg, gegründet, spezialisierte sich die Gruppe in der Herstellung von Langprodukten in Elektrostahlwerken. In 60 Jahren erreichte die Gruppe eine international anerkannte Führungsposition und weitete sich dank ihres hohen Herstellungsstandards und einer auf ständige Investitionen und Wachstum setzenden Unternehmensstrategie auf die wichtigsten europäischen Länder aus.
An der Spitze der Gruppe, die sich ausschließlich mit Privatkapital finanziert, steht seit Juni 2014 Claudio Riva. Die Zahl der jungen Abiturienten bzw. Hochschulabsolventen unter den über 4700 Mitarbeitern wächst ständig. Fünf der 21 Produktionswerke der Gruppe befinden sich in Deutschland, fünf in Italien, sieben in Frankreich, zwei in Belgien, eins in Spanien und eins in Kanada. Des Weiteren gehören zur Gruppe neun Handelsgesellschaften und zwei Schrottverarbeitungsbetriebe.

(Quelle:www.rivastahl.com/de/konzern/die_riva-gruppe)