Der Kampf der IG Metall in der Region Trier hat am heutigen Dienstag, 2. März 2021 begonnen. Diese fordern 4 % mehr Lohn oder weniger Arbeitszeit. Dies wurde jedoch abgelehnt.

Im Trierer Hafen haben sich am Mittag um 13:30 Uhr über 300 Mitarbeiter von ThyssenKrupp Bilstein Mandern, Volvo Construction Konz und GKN Driveline in Trier auf der Hafenstraße mit über 180 Autos versammelt. In einer Art „Autokino“ wurden die Fahrzeuge in vier Reihen nebeneinander vor einer großen Bühne aufgereiht. Somit gab es eine erste zentrale Kundgebung und eine wichtige Industriestraße war für mehr als einer Stunde komplett blockiert. Zudem standen in den Betrieben die Bänder still.

„Das ist ein sehenswerter und toller erster Auftakt zur Ende der Friedenspflicht. Ein Zeichen der Solidarität und Stärke der IG Metall Trier“ freut sich der erste Bevollmächtigte der IG Metall Christian Schmitz. Die Betriebsratsvorsitzenden Fritz Weber (Bilstein Mandern), Joachim Sonntag (Volvo Konz) und Thomas Wallenborn (GKN Trier) bestätigten nochmals in ihren Reden vor den Mitarbeitern die Forderung der IG Metall und machten klar, dass auch vor allem in der Corona-Pandemie viel geleistet wurde, aber am nichts bei den Beschäftigten in den Betrieben angekommen ist.

„Unsere Beschäftigten haben Wertschätzung verdient. Sie haben in der Pandemie unter erschwerten Bedingungen alles zum Wohle der Unternehmen geleistet. Und das mit Masken, trotz körperlicher Anstrengung, mit der Angst der Ansteckung und den Schwierigkeiten wie Homescooling, etc.. Teilweise gab es Lohnverlust durch Kurzarbeit. Und jetzt fordern die Arbeitgeber nicht nur eine Nullrunde, sondern automatischen Lohnverzicht bei Unterschreitung einer Gewinn-Grenze, die durch Rücklagen, Investitionen für die Zukunft oder Verlagerungen verursacht sein könnten. Das ist unanständig und eine Schweinerei. Das verlangt nur eine Antwort: Arbeitskampf und Warnstreiks“, so der Erste Bevollmächtigte.
Nach einer dreiviertel Stunde war der Auftakt beendet und der Hafen wurde wieder nach und nach frei. Als Applaus gab es immer wieder ein Hup-Konzert der Autos.
In den kommenden Tagen wird es in der gesamten Region weiter gehen mit Warnstreik in vielen Betrieben.