20 Jahre Notfallseelsorge Trier- Saarburg- An deiner Seite

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Die Notfallseelsorge feierte ihr 20- jähriges Bestehen im Landkreis Trier- Saarbrug unter dem Motto „An deiner Seite“

Trier. (bla) „Einsatz für die Notfallseelsorge, bitte rufen Sie die Leitstelle an“ erklingt es aus dem Piepser, den die ehrenamtlichen an der Hose tragen. Dann geht alles ganz schnell. Die integrierte Leitstelle in Trier wird angerufen und die Notfallseelsorge erfährt wo und was passiert ist. Sie machen sich auf dem Weg zum schweren Verkehrsunfall, zum Sterbefall zuhause oder zum Suizid.
„Wir sind die stillen Zuhörer. Trösten und Beten mit den Angehörigen. Wir sind einfach da, dass die Betroffenen nicht allein sind“ so beschreibt Daniela Standard ihre Arbeit. Wie viele andere ist auch sie eine Notfallseelsorgerin im Kreis Trier- Saarburg. Aktuell besteht das Team aus 17 Helferinnen und Helfer, die sich im Landkreis in den Alarmierungsbereich Nord und Süd aufteilen. „Wenn dann der Alarm für uns erklingt, fahren wir zu der jeweiligen Einsatzstelle und tun dies meist in gemeinschaftlicher Arbeit mit der Notfallnachsorge“ so Standard. Auch nach tödlichen Unfällen begleitet die Notfallseelsorge die Polizei zur Überbringung der Nachrichten. „Wir sind zwar Mitarbeiter und ehrenamtliche der zwei großen Kirchen, aber für uns machen die Menschen einen Unterschied, wir fahren zu allen Betroffenen egal welche Religion sie haben“ erklärt die Notfallseelsorgerin. Es ist noch nicht lange her, das neue ehrenamtliche Begleiter den Kurs, welcher zwischen 80-100 Stunden dauert, erfolgreich abgeschlossen haben. „In den letzten Monaten konnten wir in unserem Team viele neue ehrenamtliche Laien begrüßen. Und sie sind eine Bereicherung mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten, die sie mitbringen“ freut sich Daniela Standard.
In der Region Trier erkennt die Notfallseelsorge einen Wandel zu den gerufenen Einsätzen. Die Menschen werden immer älter und leben zuhause. Dort sterben sie auch und die Angehörigen werden dann dort betreut und begleitet. „Wir merken auch, dass die Menschen immer weniger sich mit dem Umgang des Todes beschäftigen. Plötzlich ist er da…“ stellt Standard fest. Um den Rettungsdienst und die Notärzte vor Ort zu entlasten, kommt dann die Notfallseelsorge. Aber auch zu Suiziden fahren die Begleiter. Sei es zuhause oder draußen in der Natur, Hier brauchen die Angehörigen ganz besonders die Hilfe der Zuhörenden. Aber auch bei tödlichen Unfällen im Straßenverkehr und darüber hinaus. „Wenn es Menschen gibt, die über den Unglückstag hinaus Hilfe wollen, sind wir auch über einen längeren Zeitraum in Begleitung mit der Notfallnachsorge tätig“ erklärt Daniela Standard.
In einer kleinen Feierstunde wurde das 20- jährige Bestehen in der Herz- Jesu Kirche in Trier gefeiert. Neben den ehrenamtlichen Notfallseelsorgern und der Notfallnachsorge waren auch Vertreter der Rettungsdienste des DRK und der Malteser, Notärzte und die Polizei gekommen. Weiterhin der neue Leiter der Berufsfeuerwehr Trier Andreas Kirchartz und sein Vorgänger Herbert Albers- Hain sowie Feuerwehrführungskräfte des Landkreises. Helmut Eis, der Kreisbeigeordnete dankte allen Frauen und Männern in diesem wichtigen Dienst an und mit dem Menschen. Für die evangelische Kirche dankte der Superintendent Dr. Jörg Weber und für die katholische Johannes Rau vom Dekanat Trier. Er verlas auch ein Glückwunschschreiben des Weihbischofs Franz Josef Gebert.

(Florian Blaes)