Nonnweiler. Am Sonntagnachmittag um 14:51 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem großen Flächenbrand nach Nonnweiler auf einem Feld an der Ringstraße alarmiert.

Rundballenpresse fängt Feuer

Nach Auskunft des Pressesprechers Lukas Becker vor Ort war ein Landwirt mit einer Rundballenpresse damit beschäftigt, auf einem abgeernteten Getreidefeld, das Stroh zu Rundballen zu pressen. Der Traktorfahrer bemerkte nicht, dass hinter sich das Feld in Flammen aufging. Beim Abfahren auf einen landwirtschaftlichen Weg stellte er den Brand der Rundballenpresse fest. Er steuerte eine Wiese neben einer Pferdeweide an und koppelte die Presse vom Traktor ab. Währenddessen bereite sich das Feuer auf dem Getreidefeld aus. Eine Rauchsäule war über mehrere Kilometer weit hin sichtbar.

Feuer greift auf Hecken und Bäume über 

Das Feuer griff auf eine Heckenlandschaft und große Bäume neben dem Feld aus. Mit Eintreffen der Feuerwehr begannen somit an drei Stellen die Löscharbeiten. „Wir hatten drei Einsatzstellen zu bedienen und das schnell“ erklärt Lukas Becker. Zum ersten musste die brennende Rundballenpresse auf der Wiese einige Meter entfernt vom eigentlichen Flächenbrand gelöscht werden. Zum anderen musste der Flächenbrand auf dem Feld, der sich schnell ausbreitete gelöscht werden und zum dritten die brennende Hecken- und Bäumelandschaft.

3000 Meter Schlauch wurden verlegt

Um eine konstante Wasserversorgung aufrecht erhalten zu können kamen zahlreiche wasserführende Feuerwehrfahrzeuge aus dem gesamten Landkreis St. Wendel zum Einsatz. Ebenso mussten knapp 3.000 Meter Schlauchleitung gelegt werden.

Während der Löscharbeiten kollabierte ein Feuerwehrmann. Er wurde vom Rettungsdienst vor Ort betreut und erstversorgt und kam nach Hermeskeil ins Krankenhaus. Zudem wurde die Katastrophenschutz- Komponente des Rettungsdienstes zur Versorgung der Einsatzkräfte alarmiert. Diese versorgten die Kräfte mit ausreichend Wasser bei Temperaturen von 35 Grad.

2,5 Hektar sind verbrannt 

Nachdem alle Flammen eingedämmt waren, mussten die Bäume im mühsamer Arbeit gefällt werden, um auch in die hintersten Hecken zu gelangen um mögliche letzte Glutnester löschen zu können. Die verbrannte Fläche von 25.000 Quadratmeter wurde nochmals großzügig benetzt. Nach mehreren Stunden konnte Einsatz erfolgreich beendet werden.

Im Einsatz waren mehr als 150 Kräfte der Löschbezirke: Nonnweiler, Bierfeld, Kastel, Otzenhausen, Primstal, Sitzerath, Freisen, Marpingen, Berschweiler, Selbach, Oberthal, Hasborn-Dautweiler, Theley, St. Wendel und die Werksfeuerwehr Diehl. Zusätzlich war die Polizei Nordsaarland, sowie das DRK mit 2 Rettungswagen (Nohfelden und St. Wendel) und dem Ortsverband Primstal vor Ort.

  • Text und Bilder: Florian Blaes