DGB, SPD, Grüne, Linke, FDP, KAB und Antifa in Trier- Was haben sie alle gemeinsam? Sie bilden eine Einheit „Für ein buntes Trier gemeinsam gegen rechts“

Und genau das fand auch am vergangenen Samstag in Trier auf dem Viehmarkt statt. Mit großen Bannern und Fahnen versammelten sich an die 200 Menschen und hörten Redebeiträgen der DGB, SPD, Grüne, Linke, FDP, KAB und Antifa zu. Diese verurteilten das „Querdenken“ der Verschwörungsideologien und Coronaleugner*innen, die ebenfalls mit rund 200 Menschen auf den Viehmarkt gekommen waren.

Doch für Menschen, die von den beiden Demos in Trier nichts wussten, hatte sich zunächst einmal ein erstaunliches Bild geboten: Hunderte Meter lange Schutz-Barrierezäune. Mindestens 10-15 Polizeifahrzeuge mit einer großen Anzahl an Polizeikräften in Uniform und Zivil unter den Demonstranten. Beide Gruppierungen in zwei Teilen auf dem Viehmarkt aufgeteilt und dazwischen viel Luft. Die Polizei erklärte vor Ort, dass man in den letzten Tagen und Wochen einiges in Deutschland erlebt hat, wenn solche Demonstranten aufeinander treffen.

Aber in Trier ging es ruhig zu. Beide „Lager“ sprachen jeweils über das pro und contra der aktuellen Maßnahmen gegen Corona. Es gab viele Wortbeiträge und Lieder zu hören. Schon früh wurden die Coronaleugner dazu aufgerufen, auch wenn sie es nicht wollten, ihre Masken aufzuziehen und den Mindestabstand einzuhalten. Im Verlauf der Veranstaltung griff die Polizei mehrmals ein, wenn es Menschen ohne den Mundschutz gab. Hier mussten die ärztlichen Atteste vorgezeigt werden. Es gab einige wenige die einen Platzverweis erteilt bekommen haben.

Aber man muss auch hier sagen: Wenn man die Zusammenkünfte der vergangene Zeit und diese am Wochenende anschaute, es kommen immer mehr Menschen zusammen die gegen die Corona-Maßnahmen sind. Es kommen Familien und Betriebsleiter von Geschäften u.ä. die sich zwar grundsätzlich an die Hygienevorschriften halten, aber aufgrund der Existenzängste, für die immer wieder neuen Maßnahmen, kein Verständnis mehr haben.

Grundsätzlich zieht die Polizei und das Ordnungsamt ein positives Fazit der beiden Demonstrationen.