Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte den Förderbescheid an Dr. Johannes Weinand (l.), Leiter im Amt für Stadtentwicklung und Statistik, und OB Wolfram Leibe. Foto_ Presseamt Stadt Trier

Die Stadt Trier erhält im Programmjahr 2020 aus dem „Strukturprogramm“ des Landes 693.000 Euro Städtebauförderungsmittel für die Untersuchung des historisch-kulturellen Erbes in der Innenstadt zur Vorbereitung zukünftiger Projekte der Innenstadtentwicklung unter dem Motto „Vergangenheit mit Zukunft – Zukunft mit Vergangenheit“, wie Ministerpräsidentin Dreyer anlässlich der Bescheidübergabe in Trier mitgeteilt hat.

„Das Pilotprojekt soll aufzeigen, wie die zukunftsorientierte und nachhaltige Stadtentwicklung der Stadt Trier mit dem Bewahren des historisch-kulturellen Erbes in Einklang gebracht werden kann. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines zukunftsorientierten Konzeptes am Beispiel der Modellachse Römerbrücke bis Amphitheater, mit dem die Belange des Erhalts der historischen Stadt mit der Umsetzung neuer, innovativer und nachhaltiger Entwicklungen zusammengeführt werden“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe betonte, dass die vom Rat der Stadt Trier beschlossene Erarbeitung des „Strategischen Entwicklungs- und Nutzungskonzeptes Innenstadt Trier 2025+ (SENI)“ die besondere Bedeutung des historisch-kulturellen Erbes für die künftige Entwicklung der Innenstadt herausstellt. Er begrüßte die im Projekt geplante Herangehensweise, von einem situativen Reagieren auf Einzelfälle zu einem strukturierten Verfahren zu kommen. „Angesichts des hohen Siedlungsdrucks muss eine lebendige Stadtentwicklung unter Einbeziehung des historisch-kulturellen Erbes möglich sein“, sagte der OB.

Dank der Fördermittel kann nun das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 815.000 Euro in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) als Projektpartnerin umgesetzt werden. Das „Strukturprogramm“ ist im Stadterneuerungskonzept des Landes das Förderinstrument, über das städtebaulich, strukturpolitisch sowie konversionsbedingt bedeutsame Einzelvorhaben im Sinne von Schlüssel- oder Leuchtturmprojekten oder deren Vorbereitung oder Absicherung gefördert werden können.

Die Städtebauförderung umfasst differenzierte Förderprogramme für unterschiedliche städtebauliche Herausforderungen. Mit den Programmen „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“, „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ stehen weitere Programme für die Entwicklung von Innenstädten, Quartieren sowie sozial benachteiligten Stadtteilen zur Verfügung. Das Angebot wird durch Investitionsprogramme für soziale Infrastruktur und Sportstätten abgerundet. „Das Fördersystem hat sich bestens bewährt, um Innenstädte aufzuwerten und sie als Quartiere zum Wohnen und Arbeiten attraktiv zu gestalten“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie hob hervor, dass das Land den Städten und Gemeinden als Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu Seite stehe.

Im Programmjahr 2020 konnten in der Städtebauförderung insgesamt rund 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt werden. Im Zeitraum von 2010 bis 2019 profitierten rund 190 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz mit etwa 700 Millionen Euro von der Städtebauförderung.