Es war das erste große Radevent im Jahr 2021 in ganz Deutschland. Am Sonntag ist der „ErbeskopfBike Marathon“ in Thalfang gestartet. Laut Veranstalter kamen über 750 Radfahrer aus der Region und ganz Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien in den Hunsrück zu dem anspruchsvollen Fahrrad- Event. Vor vier Wochen hat es noch kaum jemand für möglich gehalten, dass der Marathon überhaupt starten kann. Doch die fallenden Corona-Zahlen und Lockerungen für Rheinland- Pfalz haben es am Ende doch möglich gemacht. In kürzester Zeit gab es ein Anmeldeverfahren und bis zum heutigen Sonntag kamen somit die über 750 Fahrer zusammen.

Bei strömenden Regen gab es nicht, wie man es eigentlich kennt die Massenstarts, sondern im fünf Minuten Takt immer wieder kleinere Starts mit 30 Radfahrern gemeinsam. Um 9 Uhr am Morgen gab es den ersten Start. Dann konnten die Biker unter zwei Strecken wählen: 39 Kilometer (eine Runde) oder 71 Kilometer (zwei Runden über den Erbeskopf). Hier wurde der Bikepark am Erbeskopf mit eingebunden.

Die Strecke verlief mit dem Start in der Ortsmitte von Thalfang und führte über landwirtschaftliche Wege oberhalb des Gewerbegebietes vorbei. Weiterging es durch die Ortslage Bäsch, vorbei unmittelbar an den Gärten der Bewohner. Von dort führte die Wegstrecke weiter über Feldwege und über die L 164 quer durch den Wald mit einer starken Steigung hoch zum Erbeskopf-Gipfel. Von dort führte der Weg über den Bikepark wieder den eigentlichen Erbeskopf herunter in Richtung des Hunsrückhauses. Die L 164 wurde wieder überquert und weiter bergab vorbei an Deuselbach. Hier fuhren die Radfahrer wieder durch die Ortslage Bäsch, weiter den Berg herunter bis zum Dorfpark Thalfang wo das Ziel auf die Radfahrer wartete.

Über die gesamte Strecke verteilt kamen viele Zuschauer zusammen, die auch die Radfahrer anfeuerten und sie begleiteten. Für die Sicherheit bei Straßenüberquerungen sorgten die umliegenden Feuerwehren und die Polizei. Es gab auch witterungsbedingt viele Stürze. Die glücklicherweise immer glimpflich endeten. Hier war der Arbeiter Samariter Bund Trier in großer Anzahl für die erste Hilfe zuständig. 150 Helfer waren gesamt im Einsatz.

Eine klassische Siegerehrung konnte allerdings aufgrund der Corona-Regeln nicht durchgeführt werden. Diese wird am heutigen Montag digital durchgeführt. Die Biker konnten nach der Tour sich im Ziel stärken und mussten sich dann zügig auf dem Heimweg machen. Ein großes Zusammenkommen rund um den Thalfanger Weiher war leider nicht möglich.

Und dennoch zeigen sich der Organisator Markus Appelmann und die VG-Bürgermeisterin Vera Höfner sehr zufrieden und freuen sich sichtlich, dass es endlich nach monatelangem Stillstand endlich wieder Leben in Deutschland und ganz aktuell im Hunsrück gab.