Trier. Am Samstagnachmittag haben sich etwa 80 Menschen vor der Porta Nigra zu einer Kundgebung gegen den geplanten Globus in Trier- Zewen getroffen. Unter dem Motto „Nein zu Globus- keinen neuen SB- Markt in Zeiten der Klimakrise“ haben die for Future- Gruppen, die Extinction Rebellion, die grüne Jugend, die Grünen und die Linke zur Demonstration aufgerufen. Hintergrund ist eine Sitzung des Trierer Stadtrates am kommenden Dienstag in der Europahalle. Dort soll besprochen werden ob Globus sein Vorhaben weiter vorantreiben kann.
Doch die Gegner eines solchen SB- Marktes auf den aktuellen Feldern von Bauer Greiff mit seinen Erdbeeren wollen mit ihren Protesten den Bau verhindern. Wie bei vielen Klimademonstration ist auch bei dieser Kundgebung Henry Hofmann einer der Verantwortlichen und der Sprecher von Friday for Futures. „Ich bin heute hier, um gegen den Globus zu demonstrieren. Er ist klimaschädlich, er ist gefährlich für die kleinen Unternehmen in der Region und die Arbeitsbedingungen sind auch nicht das wahre. Wir wollen nicht, dass ein solcher Großkonzern an den Stadtrand von Trier nach Zewen kommt“ ist Henry Hofmann der Meinung. Er sagt, dass sich der ausgerufene Klimanotstand und ein solches Bauprojekt nicht in einen Einklang bringen lässt. „Es ist ein Skandal! Auf der einen Seite einen Klimanotstand ausrufen und dann ein klimaschädliches Projekt, wie den Globus zu beschließen, das ist fast schon Heuchelei“ sagt Hofmann ganz klar. Wer im Stadtrat sitzt, kann eigentlich nicht für beides zustimmen. Es sei reine Symbolpolitik in dem Geld mal wieder eine große Rolle spiele.
Auch Christoph Muthers von den Extinction Rebellion aus Trier ist an der Kundgebung dabei. „Ich bin nicht dafür, dass ein Globus- Markt in Zewen angesiedelt wird, weil es nicht mehr zeitgemäß ist ein solcher Automagnet dort zu bauen“ so Muthers. Im Verkehrsplan sei erhoben worden, dass es mit einem solchen SB- Markt einen Mehrverkehr von über 5000 Fahrzeugen gäbe, aber zeitglich sei ein Klimanotstand ausgerufen worden. „Ich bin der Meinung dass die Politiker in Trier einen Klimanotstand ausgerufen haben, um wieder für Ruhe zu sorgen, aber es dann weiter geht wie vorher“ ist Christph Muthers der Meinung.
Nach Wortbeiträgen auf dem Porta- Nigra Platz zogen die Demonstranten in Begleitung der Polizei und des Ordnungsamtes durch die Fußgängerzone (Simeonstraße, Hauptmarkt, Brotstraße, Viemarkt, Hindenburgstraße) bis zum Rathaus. Dort endete die Kundgebung mit weiteren Wortbeiträgen. Um die aktuellen Corona- Regeln einhalten zu können zogen die Demonstranten in einer neuen Form durch die Stadt. In Abstimmung mit den Verantwortlichen und dem Ordnungsamt zog vorneweg ein großer Banner. Links und rechts wurde ein Band gespannt, an welchem die 80 Demonstranten in einem Abstand von 1,5 Meter und ihren zahlreichen Plakaten in den Händen zum Rathausplatz gezogen sind.

(Blaes)