Mit derzeit rund 900 Soldatinnen und Soldaten unterstützen Kräfte der Bundeswehr die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen in den verschiedenen Bundesländern. Die Rettung von Menschenleben steht dabei im Vordergrund, die Bundeswehr unterstützt aber auch mit „Helfenden Händen“ und Material. Und sie steht für weitere Hilfen bereit.

Mit Stand vom 16. Juli sind bereits 9 Amtshilfeanträge genehmigt und zusätzlich 10 sogenannte Soforthilfen in der Durchführung. Dabei sind neben den eingesetzten Soldatinnen und Soldaten unter anderem 87 Kraftfahrzeuge, 18 Krankenwagen, 12 Boote, 4 Bergepanzer, 3 Truppentransportpanzer FUCHS, 3 Hubschrauber und 1 Fähre im Einsatz.

Generalleutnant Martin Schelleis, der Nationale Territoriale Befehlshaber und Inspekteur der Streitkräftebasis: „Die Bundeswehr hilft auch in dieser Katastrophe mit Personal, Material und schwerem Gerät; ist an der Seite der Deutschen, wenn sie uns brauchen. Wir stützen uns dabei auf das bewährte System der zivil-militärischen Zusammenarbeit ab und auf die Truppe, die großartig zupackt, um den Menschen zu helfen, so lange es nötig ist.“

So leistet die Bundeswehr am 16. Juli unter anderem in Stolberg bei Aachen mit 2 Bergepanzern und 1 SAR Rettungshubschrauber unmittelbare Hilfe. Mit 7 Fahrzeugen unterstützt sie zudem die Evakuierung von Stadtteilen von Rheinbach und stellt Unterkünfte für Evakuierte in der Region Rheinbach bereit. Die Stadt Hagen wird mit Bergepanzern beim Freiräumen von Straßen unterstützt. Im Stadtgebiet Mettmann helfen Soldatinnen und Soldaten bei der Befüllung von Sandsäcken und bei der Beseitigung von Schäden. In Euskirchen stellt die Bundeswehr eine Turnhalle als Notunterkunft zur Verfügung. Feldbetten und Decken werden für Mechernich bereitgestellt. Die Stadt Leverkusen wird beim Befüllen von Sandsäcken unterstützt.

In der Region Daun unterstützt die Bundeswehr mit Sanitätskräften und „Helfenden Händen“ im Raum Bitburg bei der Rettung und Evakuierung von Betroffenen. In der besonders stark betroffen Region Ahrweiler hilft die Bundeswehr mit 2 SAR Rettungshubschraubern bei der Rettung von Menschen von Hausdächern, bei der Notarztversorgung und mit tiefwatfähigen Fahrzeugen. In Cochem an der Mosel unterstützen Kräfte der Bundeswehr beim Errichten von Hochwasserschilden.

Bei Katastrophen dieser Art ist der erste Ansprechpartner für die betroffenen Kommunen ein Netzwerk von Ansprechstellen für die Beratung und Anforderung von Leistungen der Bundeswehr. Zu diesem gehören die 16 Landeskommandos in den jeweiligen Landeshauptstädten, 31 Bezirksverbindungskommandos (BVK) in allen Regierungsbezirken und 403 Kreisverbindungskommandos (KVK) in allen Landkreisen und Kreisfreien Städten.

In den betroffenen Regionen wurden die temporären BVK und KVK aktiviert. Derzeit sind 10 KVK in Nordrhein-Westfalen und 7 KVK in Rheinland-Pfalz aktiviert und leisten rund um die Uhr im Schichtbetrieb Unterstützung und Beratung.