Hermeskeil. Aufgrund einer neuen brisanten Lage in der AfA Hermeskeil gibt es eine erneute Mitteilung:

Aufgrund weiterer Corona-Virusinfektionen in der landeseigenen Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Hermeskeil hat die Kreisverwaltung Trier-Saarburg eine 14tägige Quarantäne für die gesamte Einrichtung angeordnet. Alle 519 Bewohnerinnen und Bewohner wurden getestet. Ein Teil der über 500 Testergebnisse liegt nun vor, weitere Testergebnisse stehen noch aus.

20 Neuinfektionen

Insgesamt sind bislang 28 Bewohnerinnen und Bewohner der AfA Hermeskeil vom Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Trier-Saarburg positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Allen positiv Getesteten geht es derzeit soweit gut. Zur Gewährleistung der Quarantäne-Anordnung wurden die Sicherheitskräfte der AfA vor Ort verstärkt und werden durch die Polizei unterstützt.

DRK versorgt die Bewohner

Die Versorgung und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner wird wie bislang durch das DRK Trier-Saarburg sichergestellt.

Erster Fall am Dienstag 

Am Dienstag war ein jugendlicher Bewohner der Einrichtung positiv auf Corona getestet worden. Anlass zur Testung waren typische Corona-Symptome. Am Mittwochnachmittag wurden  zwei weitere positive Testergebnisse von Bewohnern festgestellt. Daher wurde ab dem Nachmittag ein generelles Ausgehverbot für alle Bewohner und Bewohnerinnen der AfA Hermeskeil erlassen. 7 Fragen und Antworten zur AfA Hermeskeil und dem Corona-Ausbruch

Bewohner dürfen unter Auflagen auch mal raus auf das Gelände

Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen in den Zimmern bleiben. Wenn sie die Zimmer verlassen, müssen sie eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Derzeit gilt eine maximale Vierer-Belegung für Alleinreisende. Familien und Reisegemeinschaften sind entsprechend ihrer Größe untergebracht. Den Zimmern sind bestimmte sanitäre Einrichtungen zugeordnet. Jedes Zimmer hat fest zugewiesene Toiletten und Duschen. Damit die Menschen auch an die frische Luft können, hat die ADD um die einzelnen Häuser fest zugewiesene Außenbereiche bestimmt, in denen sich die Menschen aufhalten können.

Derzeit sind 519 Bewohnerinnen und Bewohner in der AfA untergebracht, davon sind 162 Frauen und Kinder. Die meisten Menschen kommen aus Syrien, Irak, Nigeria und Pakistan.

Ursache ist derzeit unbekannt 

Alle Asylsuchenden in Rheinland-Pfalz werden grundsätzlich entsprechend den Vorgaben des RKI untersucht. Menschen mit Symptomen und Menschen die aus Risikogebieten kommen werden bereits bei ihrer Ankunft getestet und bis zum Ergebnis separat untergebracht. So kam es bislang zu keinen Infektionen in den vier Aufnahmeeinrichtungen des Landes. Die Ursache der Infektionen in Hermeskeil ist derzeit nicht bekannt.

7 Fragen und Antworten zur AfA Hermeskeil und dem Corona-Ausbruch