Hermeskeil. Die 14-tägige Quarantäne der Bewohnerinnen und Bewohner der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in Hermeskeil endet für den Großteil der Menschen am Freitag, den 11. September 2020. Weiter in Quarantäne bleiben vorläufig 18 Personen, von denen bei 5 Personen vor einigen Tagen ein positiver Test erfolgte und die mit den übrigen Personen in engem Kontakt standen. Da noch einige wenige Testergebnisse ausstehen, kann sich diese Zahl bis Freitag noch verändern.

62 Bewohner bis zuletzt infiziert 

Vor zwei Wochen war in der AfA Hermeskeil der erste Coronafall in einer Aufnahmeeinrichtung des Landes festgestellt und zwei Tage später die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Insgesamt infizierten sich nachweislich bis heute 62 Personen der knapp 500 Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Coronavirus. Sie wurden von den anderen Personen in der Quarantänezeit getrennt untergebracht.

Nur wenige der Infizierten zeigten bisher Krankheitssymptome. Vor Ende der Quarantäne erfolgt noch eine abschließende medizinische Untersuchung der Bewohnerinnen und Bewohnern der AfA .

Quarantäne für einige Bewohner bleibt bestehen

In Quarantäne bleiben bis auf weiteres Personen, bei denen das Virus erst im Rahmen von Nachtestungen festgestellt wurde oder die direkten Kontaktpersonen eines der später festgestellten Fälle. Die direkten Kontaktpersonen werden aktuell nochmals getestet. Daher kann sich noch die Zahl der sich in Quarantäne befindenden Personen verändern. Alle Quarantänepflichtigen sind in zwei getrennten Häusern von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern untergebracht und haben fest zugewiesene und abgetrennte Außenbereiche.

Verstärkte Kontrollen 

Medizinisches Personal und ein verstärkter Sicherheitsdienst sowie die Polizei sind vor Ort. Die Versorgung und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner wird durch das Personal in der Einrichtung sichergestellt. Auf dem Gelände der AfA gilt weiterhin für alle Personen außerhalb des eigenen Zimmers eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. Für die gesamte Einrichtung besteht nach wie vor ein striktes Besuchsverbot. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das AfA-Personal und die Polizei haben die 14 Tage Quarantänezeit trotz der großen Belastung für alle weitgehend gut überstanden.

Generell wird an alle appelliert, dass die Beachtung der Hygiene-, Abstands- und Kontaktregelungen im eigenen Interesse notwendig und sinnvoll ist.

Verwechselung sorgt für Aufsehen

Wie eine Recherche von newstr.de ergeben hatte, kam es zurückliegend zu einer Verwechslung, die einen Einsatz von Sicherheitsbehörden auslöste. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes an der AfA, welche ursprünglich nicht aus Deutschland kommen und eine dunklerer Hautfarbe haben, sind nach ihrem Tagdienst abends in einen Discounter zum kaufen gefahren. Die sind zu viert dort hin gefahren, bevor es nach Hauses zu ihren Familien gehen sollte. Weitere Menschen die zum gleichen Zeitpunkt einkaufen gewesen sind, haben die vier Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes als Bewohner der AfA wahrgenommen und schlugen bei der Polizei alarmiert. Diese rückte unter anderem an. Schnell wurde hier die Lage geklärt, dass es sich um keine AfA- Bewohner in der Quarantäne handeln würde.