Trier. Aktivisten der Organisation „Extinction Rebellion“ haben am Samstagmorgen mit rund 15 Demonstranten um 9 Uhr die Einfahrt des Viehmarkt- Parkhauses in Trier besetzt. Hierbei haben sie sich in die Einfahrt mit einem großen Banner “Diese Parkhaus ist besetzt“ gestellt. Zudem wurde eine Couch quer gestellt und mehrere Hängematte über die Einfahrt gespannt.

Nach 10 Minuten ist die Polizei da 

Es dauerte noch keine 10 Minuten bis die Polizei Trier mit drei Streifenwagen anrollte. Die Beamten/innen suchten zunächst das Gespräch mit den Verantwortlichen und haben die Demonstranten walten lassen.

Kleines Verkehrschaos 

Diese zierten ihre Demo unterdessen mit lauten Gesängen zum Umweltbewusstsein und bunten Blumen. Ihre komplette Aktion wurde mit Warndreiecken gut gesichert. Und das war auch nötig. Denn es brauchte nicht lange bis es den ersten Rückstau bis zur Kaiserstraße gab, da die Autofahrer die Einfahrt zur Tiefgarage geplant hatten und diese durch die Aktion nicht wahrnehmen konnten. Für die meisten Autofahrer war also eine Weiterfahrt in nächstgelegene Parkhaus „Cityparkhaus“.

Es gibt auch Befürworter der Aktion 

Viele Fußgänger und Radfahrer wurden auf die Kundgebung aufmerksam und zeigten sich in Gesprächen solidarisch mit den Demonstranten. Autofahrer die vorbei fuhren hupten unterdessen und riefen laute Worte der Unverständnis über diese Aktion.

Im Verlauf der Kundgebung, die nicht angemeldet war, kam dann auch der Leiter der Polizei Trier dazu und suchte das Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort. Auch hier kam man zu keiner Einigung und so wurde die Aktion zuletzt weiter fortführen gelassen. Eine Polizeistreife blieb zur Überwachung vor Ort.

4 Stunden lang besetzt

Die Aktivisten blieben bis kurz vor 13 Uhr an der Zufahrt der Tiefgarage stehen und haben somit ihr geplantes Ziel erreicht.

Möglicher Verdienstausfall für die Stadt

In der Tiefgarage Viehmarkt gibt es 336 Autostellplätze. Im Durchschnitt verweilen Besucher zwei Stunden in der Stadt, solange wird auch geparkt. Das bedeutet, dass in den vier Stunden der Blockade etwa 3.000 Euro der Stadt an Verlust gemacht wurde. newstr.de hat am Sonntag niemand bei der Stadtverwaltung zu einer Stellungnahme erreicht.

Zumindest bis zum Sonntagnachmittag gab es für die Aktivisten weder eine Anzeige der Polizei, noch eine Anzeige der Stadt Trier, das wurde uns von den Verantwortlichen auf Nachfrage mitgeteilt.

Das sind die Beweggründe der Aktion

Jane ist einer der Aktivisten vor Ort: „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir in einer Klimakrise sind und es notwendig ist den Autoverkehr deutlich zu reduzieren. Die Menschen sollen mehr zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder den ÖPNV benutzen. Und dafür setzen wir uns ein und demonstrieren heute hier in Trier. Mit unserer Blockade und der Couch und den Hängematten die wir dazu benutzen möchten wir zeigen, dass man die Straße auch anders nutzen kann. Die Stadt kann grüner werden, dass symbolisieren unsere Pflanzen und Menschen kommen zusammen. Mit unseren Aktionen wollen wir uns und die anderen Menschen vor dem Untergang bewahren. Sonst werden wir in 30-4 0 Jahren große Probleme haben.“