Trier. Am Montagmorgen kam es im Palastgarten zu einem nicht alltäglichen Einsatz für die Polizei. Ordnungsamt und die Berufsfeuerwehr Trier.

Zwei Aktivistinnen besetzten Baum 

Aus Solidarität zu den Besetzern des Dannenröder Forst (Hessen) haben 10 Aktivisten einen Baum besetzt. Gegen 7:30 Uhr wurde hierbei in der Nähe eines Kaffes eine Plattform mit Seilen hochgezogen. Zwei Aktivistinnen haben sich anschließend auf den Baum gesetzt. Rund um den Baum haben andere Mitstreiter auf sich Aufmerksam gemacht mit dem Hintergrund der Aktion.

Nach zwei Stunden war Schluss 

Gegen 9:30 Uhr, nach zwei Stunden ist das Ordnungsamt, die Polizei und die Berufsfeuerwehr angerollt. Ziemlich schnell wurde der besetzte Baum durch die Feuerwehr geräumt. Das Ordnungsamt gab zur Begründung große Sicherheitsbedenken der Plattform an.

Was ist der Dannenröder Forst?! 

Hintergrund der Aktion war eine Solidarität zu zahlreichen Aktivisten, die nun seit Wochen und Monaten im Dannenröder Forst den Wald besetzt haben. Der Dannenröder Wald ist ein ca. 300 Jahre alter Laub- und Mischwald zwischen Homberg (Olm) und Stadtallendorf 20 km östlich von Marburg in Hessen. Es handelt sich um einen Dauer-Mischwald mit einem hohen Anteil an Buchen und Eichen.  Der Wald gilt seit den 1980er Jahren als Vorzeigewald für nachhaltige Forstwirtschaft. Seit Oktober 2019 wird der Wald von Aktivisten besetzt, um die Rodung einer ca. 100 Hektar großen Fläche für die geplante A 49 zu verhindern.

Das sagt einer der Aktivistinnen zur Besetzung 

Die Aktivistin Lola erklärt uns: „Für mich war klar: Ich bleibe auf dem Baum, das Versammlungsrecht gilt immerhin auch an ungewöhnlichen Orten.
Die Räumung der Besetzung im Dannenröder Wald muss verhindert werden. Mit unserer Aktion wollen wir unsere Solidarität mit den Besetzer*innen zeigen und auf die geplanten Rodungen aufmerksam machen, bei denen hektarweise intakter Mischwald für immer zerstört werden soll – zu Gunsten einer Autobahn. Wir halten den Ausbau von Straßen angesichts der Klimakrise für absolut unverantwortlich und unterstützen deshalb den Widerstand im Dannenröder Wald.“