Alle Infos zur Bombenentschärfung am MITTWOCH

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Trier. Dezernent Thomas Schmitt und Feuerwehrchef Andreas Kirchartz haben am Dienstagvormittag über weitere Details zur Evakuierung informiert, die aufgrund einer gefundenen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Mattheiser Weihers notwendig ist. Wie bereits bekannt ist, müssen für den Zeitraum der Entschärfung in einem Radius von 500 Metern um den Fundort der Bombe rund 2700 Bewohnerinnen und Bewohner ihre Häuser verlassen. Die Straßen des Evakuierungsgebietes werden gegen 17 Uhr gesperrt, bis 18 Uhr müssen die Bewohnerinnen und Bewohner die Häuser verlassen haben. Die Evakuierung dauert voraussichtlich bis gegen 20.30 Uhr. Wer die Zeit nicht bei Freunden oder Verwandten verbringen kann, kann das Ausweichquartier in der Integrierten Gesamtschule, Montessoriweg, nutzen, das ab 17 Uhr geöffnet ist. Personen, die nicht gehfähig oder bettlägerig sind oder anderweitige Hilfe benötigen, können sich an das Bürgertelefon unter der Nummer 0651/718-1817 wenden.
Wie Feuerwehrchef Kirchartz informierte, haben sich bislang 27 Menschen gemeldet, die per Krankentransport aus dem Gefahrengebiet gebracht werden müssen. Um die aktuellen Hygienestandards einzuhalten, werden die Rettungswagen nach jeder Fahrt desinfiziert. Die Menschen werden nicht in einer Sammelunterkunft, sondern isoliert untergebracht. Die IGS als Notunterkunft für die Menschen bietet laut Dezernent Schmitt mit der Turnhalle und einzelnen Klassenräumen jede Menge Platz, um die Abstandsregeln einzuhalten.
Damit auch Menschen ohne Auto die Möglichkeit haben, die Notunterkunft zu erreichen, bieten die Stadtwerke einen Shuttlebus an. Um 17 und 17.45 Uhr fährt er folgende Haltestellen an: Am Bildstock, Cusanusstraße, Josef-Hayden-Straße, Kyrianderstraße, Straßburger Allee, An der Ziegelei, Franz-Buss-Straße, Ludwig-Simon-Straße und Adolf-Kolping-Straße. Selbstverständlich bringt er die Einwohnerinnen und Einwohner nach der Entschärfung auch wieder zurück.
Insgesamt sind über 200 Personen während der Entschärfung im Einsatz, ein Großteil davon Freiwillige von Feuerwehr und Rettungsdiensten.

Fragen- Antworten:
Presse: Warum wurde ausgerechnet ein Mittwochabend um 20/20:30 Uhr zur Entschärfung ausgesucht und nicht ein Feiertag oder Sonntag?
Dezernent: Es gab bei den Überlegungen zahlreiche Kriterien, die wir berücksichtigen wollten und mussten. An oberster Stelle stand die Verfügbarkeit der freiwilligen Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Wenn man eine Entschärfung am Mittag geplant hätte, wären nicht genug Kräfte zusammengekommen, die man aber dringend benötigt. Zum anderen muss man bedenken, dass die Bombe in einem Privatgarten liegt, bei einer Familie mit Kindern. Stellen Sie sich mal vor, dass bei Ihnen derzeit Tag und Nacht die Polizei und das Ordnungsamt wären. Daher eine schnelle und zeitnahe Entschärfung.

Presse: Was empfehlen Sie Verkehrsteilnehmer, welche nicht in der Evakuierungszone wohnen?
Dezernent: Sobald die Sperrung um 17 aufgebaut werden, kommt niemand mehr in die Zone herein. Ich empfehle auf jeden Fall, dass man das Gebiet einfach weiträumig umfahren soll, und zwar bis nach 20 Uhr.

Presse: Wird ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen?
Feuerwehrchef: Nachdem die Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt durch alle Straßen und an die Häuser gegangen sind, wird ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera das Gebiet nochmals systematisch abfliegen.

Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung Trier als örtliche Ordnungsbehörde zum Schutz vor Gefahren in Zusammenhang mit der Entschärfung einer Fliegerbombe auf dem Grundstück im Bereich des Mattheiser Weihers (Am Herrenweiher), 54295 Trier am Mittwoch, 20. Mai 2020 um 19.30 Uhr
Aufgrund der §§ 1 und 13 Abs. 1 und Abs. 2, 88, 89 und 90 des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) in der Fassung vom 10. 11. 1993 (GVBl. S. 595), zuletzt geändert durch § 42 des Gesetzes vom 11.02.2020 (GVBl. S. 43) in Verbindung mit § 1 der Landesverordnung über die Zuständigkeit der Allgemeinen Ordnungsbehörden vom 31.10.1978 (GVBl. S 695) und § 1 Abs. 1 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes vom 23.12.1976 (GVBl. S. 308), zuletzt geändert durch § 48 des Gesetzes vom 22.12.2015 (GVBl. S. 487) in Verbindung mit § 35 Satz 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Fassung vom 25.05.1976 (BGBl. I S. 1253), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 21.06.2019 (BGBl. I S. 846) in Verbindung mit § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) erlässt die Stadtverwaltung Trier – Ordnungsamt – folgende
Allgemeinverfügung
Der Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz wird die Entschärfung und Beseitigung einer etwa 250 kg schweren Fliegerbombe, die in Trier-Heiligkreuz im Bereich des Mattheiser Weihers (Am Herrenweiher), gefunden wurde, am Mittwoch, 20. Mai 2020, gegen 19:30 Uhr vornehmen.
Es wird daher angeordnet, dass alle Bewohner der im angenommenen Gefahrenbereich gelegenen Wohnungen und Geschäftsräume am
Mittwoch, dem 20. Mai 2020, bis 18:00 Uhr (Sommerzeit), diese zu verlassen und sich aus dem Gefahrenbereich hinaus zu begeben haben.
Sonstige Personen, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, haben diesen ebenfalls bis 18:00 Uhr (Sommerzeit) zu verlassen.
Der Gefahrenbereich darf erst nach Freigabe wieder betreten/befahren werden.
Den Anweisungen der dort eingesetzten Sicherheitskräfte ist Folge zu leisten.
Der Gefahrenbereich umfasst folgende Straßen (alphabetisch sortiert):
Adolph-Kolping-Straße, Am Herrenweiher, An der Ziegelei, Antonie-Haupt-Straße, Arnulfstraße (dort von Nr. 31 bis 49 ungerade und von Nr. 48 bis 78 gerade), Auf der Weismark (dort von Nr. 1 bis 63a ungerade und von Nr. 2 bis 62 gerade), Birkenstraße, Breslauerstraße, Cusanusstraße (dort von Nr. 1 bis 13 ungerade und von Nr. 2 bis 12 gerade), Eduard-Schieffer-Straße (dort von Nr. 1 bis 25 ungerade und von Nr. 2 bis 40 gerade), Erzbischof-Heinrich-Straße (dort von Nr. 1 bis 11 ungerade und von Nr. 2 bis 22 gerade), Ferdinand-Tietz-Straße, Flinsbachstraße, Franz-Buß-Straße (dort von Nr. 1 bis 57 ungerade und von Nr. 14-58 gerade), Geschwister-Scholl-Straße, Joseph-Haydn-Straße (dort von Nr. 1-25 ungerade und von Nr. 2 bis 22 gerade), Karlsweg (dort von Nr. 2 bis 4 gerade), Korumstraße (dort von Nr. 1 bis 5 ungerade und von Nr. 4-4a gerade), Kyrianderstraße, Lothringer Straße, Ludwig-Simon-Straße, Memelstraße, Nachtigallenweg (dort von Nr. 1 bis 9 ungerade und von Nr. 4 bis 6 gerade), Orendelstraße, Ostpreußenstraße, Pommernstraße, Rubenstraße (dort von Nr. 1 bis 13 ungerade), Stefan-George-Straße, Straßburger Allee (dort von Nr. 23 bis 37 ungerade und Nr. 26), Sudetenstraße, Trevererstraße, Werdingstraße
Die Einfahrt in diesen Gefahrenbereich wird ab 17:00 Uhr nicht mehr möglich sein.
Gem. § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) in der derzeit geltenden Fassung wird die sofortige Vollziehung dieser Allgemeinverfügung im öffentlichen Interesse angeordnet.
Diese Verfügung und ihre Begründung können bei der Stadtverwaltung Trier, Ordnungsamt, Wasserweg 7 – 9, Gebäude der Telekom Geschäftszimmer des kommunalen Vollzugsdienstes (Zimmer 1029), während der üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden.
Diese Verfügung gilt an dem auf die Bekanntmachung folgenden Tag als bekannt gegeben.
Trier, 19.05.2020
Stadtverwaltung Trier als örtliche Ordnungsbehörde
Thomas Schmitt, Beigeordneter