Kleine Entspannung an den Zapfsäulen: Spritpreise erneut gesunken

Wieder sinken die Preise an den deutschen Zapfsäulen - wenn auch weiterhin langsam. Der ADAC kritisiert dennoch die Preise als "nach wie vor stark überhöht."
Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: Pixabay

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen geben auch in dieser Woche weiter nach. Nach aktueller ADAC-Auswertung ist die Sorte E10 die fünfte Woche in Folge günstiger geworden. Am Dienstag, 12.07.2022, zahlten Autofahrer:innen im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,826 Euro – das waren 1,7 Cent weniger als eine Woche zuvor.

Auch die Dieselpreise folgen dem Abwärtstrend. Laut Untersuchungen des ADAC sind diese in der dritten Woche in Folge gesunken. Am Dienstag kostete ein Liter 1,963 Euro – ein Rückgang von 2,6 Cent. Dennoch kritisiert der ADAC die Preise an „nach wie vor stark überhöht“.

Kraftstoffpreise im Wochenvergleich. Foto: ADAC

Preise weiterhin zu hoch

Laut ADAC sind die aktuellen Spritpreise nach wie vor stark überhöht. Der Rückgang gegenüber der Vorwoche ist in erster Linie niedrigeren Rohölnotierungen geschuldet, die unterhalb der Marke von 100 US-Dollar lagen. Zum Vergleich: Vor einigen Wochen kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent noch mehr als 120 US-Dollar. Allerdings wird der Effekt des günstigeren Rohöls durch die Schwäche des Euros im Vergleich zum US-Dollar etwas gedämpft.

Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen am Rohöl- und am Devisenmarkt müssen die Verbraucher beim Tanken viel zu hohe Preise bezahlen. Das Potenzial für deutliche Preissenkungen ist unverändert groß, so der Automobilclub.

„Günstigen“ Tankzeitpunkt wählen

Der ADAC empfiehlt den Autofahrer:innen, preisbewusst zu tanken und sich vor der Fahrt zur Tankstelle über die aktuellen Preise zu informieren. Die Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Anbietern können bis zu sieben Cent betragen. Außerdem: Wer außerdem abends tankt, kann nach ADAC Auswertungen bis zu 16 Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden sparen.

Pressemitteilung ADAC (13.07.2022)