Verkehrsbetriebe wollen 9-Euro-Ticket um zwei Monate verlängern

Bis es eine Dauerlösung für ein einheitliches Nahverkehrsticket gibt, fordert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Verlängerung des 9-Euro-Ticket. Nur noch bis Ende August gilt das Angebot der günstigen Monatskarten.
Aktuell werden Forderungen laut, das 9-Euro-Ticket bis Oktober zu verlängern. Symbolbild: IgorCalzone1, 9-Euo-Ticket August 2022 D, CC BY-SA 4.0
Aktuell werden Forderungen laut, das 9-Euro-Ticket bis Oktober zu verlängern. Symbolbild: IgorCalzone1, 9-Euo-Ticket August 2022 D, CC BY-SA 4.0

Das 9-Euro-Ticket ist ein großer Erfolg, deshalb werden Forderungen nach einem vergleichbaren Nachfolgeangebot laut. Im Gespräch war bereits ein 69 Euro teures sogenanntes Klimaticket. Jetzt fordert die Nahverkehrsbranche die Verlängerung des 9-Euro-Tickets um zwei weitere Monate. Eigentlich gilt das Angebot nur noch bis Ende August – der Verband plädiert für eine Verlängerung bis Oktober.

Lösung für die Zeit nach dem 9-Euro-Ticket

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung: „Wir brauchen schnell eine Nachfolgelösung“. Die beste Lösung sei, das 9-Euro-Ticket um weitere zwei Monate zu verlängern. „Das Ticket könnte im September und Oktober weiter gelten und so die Bürgerinnen und Bürger von den hohen Energiepreisen entlasten“, betonte Wolff.

9-Euro-Ticket bis Oktober verlängern

Seit Juni gilt das 9-Euro-Ticket bereits. Damit können Fahrgäste bundesweit jeweils für einen Monat Bus und Bahn im Nahverkehr nutzen. Für die Zeit nach der 9-Euro-Aktion wird bereits debattiert – eine Nachfolgeregelung wird gefordert. Wolff sagte, die Verlängerung des 9-Euro-Tickets um zwei Monate würden der Politik und Branche mehr Zeit verschaffen, ein dauerhaftes Angebot für den bundesweiten Nahverkehr zu entwickeln. Dafür müssten sich Bund und Länder rasch zusammensetzen, so Wolff. „Die Menschen sollten Ende August nicht in ein Loch fallen.“, wird der Geschäftsführer im SPIEGEL zitiert. Die Energiepreise seien schließlich weiter hoch.

Mögliche Angebote:

Der Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatte langfristig ein bundesweit gültiges 69-Euro-Ticket vorgeschlagen. Die Politik könne diesen Monatspreis „aus sozialpolitischen Erwägungen – zum Beispiel für die Dauer des Krieges – für Bedürftige auf 29 oder 39 Euro senken“, habe Wolff nun gesagt. Neben dem 69 Euro Monatsticket wurde auch ein 365-Euro-Jahresticket vorgeschlagen, berichtet Welt.de.

Artikel von SPIEGEL und Welt.de (22.07.2022), Eigene Berichte