4 Hektar Getreidefeld brennen bei Kell am See lichterloh

Am Mittwochnachmittag, 03.08.2022, gegen 16:20 Uhr kam es unweit der B 407 bei Kell am See zu einem Großeinsatz der Feuerwehr.
(c) Florian Blaes
(c) Florian Blaes

Meterhohe Flammen und große Rauchsäule 

Hier war ein Mähdrescher damit beschäftigt, das Getreide zu ernten. Plötzlich kam es zu einem Entzünden der Getreidefläche. In Sekundenschnelle breiteten sich die Flammen in Richtung eines kleinen Waldes am Hochwald- Ruwer Fahrradweg aus. Eine riesige Rauchsäule ist über weite Kilometer hin sichtbar. Die ersten Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und versuchten ein Übergreifen auf den Wald zu verhindern.

Landwirte unterstützen Feuerwehr 

Schnell waren auch erste Landwirte mit Grubbern vor Ort. Mitten durch das stehende Getreide wurde eine Schneise gezogen. Mit Feuerpatschen und dem ersten Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen wurde alles versucht die Flammen aufzuhalten. Kurze Zeit später trafen auch die ersten Traktoren mit Güllefässer an der Einsatzstelle ein und begannen sofort mit der Arbeit.

Plötzlich drehte der Wind 

Plötzlich drehte sich der Wind. Die Flammen, die zunächst bergab Richtung Fahrradweg liefen, kamen innerhalb von Sekunden auf die Feuerwehren im Löscheinsatz und den Fahrzeugen zu. Hier musste sofort ein Rückzug angeordnet werden, um dann aus sicherer Entfernung wieder die Löschmaßnahmen aufnehmen zu können. Weitere Feuerwehren wurden nachalarmiert.

Tankwagen mit 30.000 Liter kommt zum Einsatz 

Dank der Landwirte, die mit zwei großen Grubbern arbeiteten, konnte somit ein weiteres Ausbreiten verhindert werden. Unterdessen traf während der Löschmaßnahmen ein großer Tankwagen mit 30.000 Liter Wasser ein. Dieser ist eigens für solche Flächenbrände im Hochwald aktuell in Schillingen positioniert. Er speiste immer wieder die Feuerwehrfahrzeuge mit Wasser ein, auch die Güllefässer wurden so befüllt.

Große Fläche verbrannt 

Schließlich wurde vom Ortsrand Kell am See eine lange Schlauchleitung von über 750 Meter zur Brandstelle gelegt. Mit einer konstanten Wasserversorgung wurde nun die gesamte Fläche von der Feuerwehr und den Güllewagen nochmals großzügig bewässert. Es verbrannte eine Fläche von rund vier Hektar. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Verletzt wurde niemand. 

50 Kräfte im Einsatz 

Im Einsatz war die FEZ Kell am See, der Wehrleiter VG Saarburg Kell, die Feuerwehren aus Kell am See, Schillingen, Heddert und Reinsfeld. Zudem mehrere Landwirte aus dem Hochwald und die Polizei Hermeskeil mit insgesamt 50 Einsatzkräften. 

Eigene Recherche