Amokfahrt-Prozess: Verlängerung der Hauptverhandlung

Im August begann der Prozess gegen den mutmaßlichen Amokfahrer in Trier. Zunächst waren 26 Verhandlungstage für den Prozess angesetzt, der letzte war für den 26. Januar 2022 geplant. Nun teilt das Gericht mit, dass weitere Termine für die Verhandlung angesetzt wurden.
Am 19. August 2021 begann der Prozess am Trierer Landgericht. Foto: newstr
Am 19. August 2021 begann der Prozess am Trierer Landgericht. Foto: newstr

Neue Termine für Hauptverhandlung

Im Dezember vergangenen  Jahres (01.12.2020) soll der 51-jährige Angeklagte mit seinem Auto durch die Fußgängerzone gerast und dabei fünf Menschen getötet und 18 weitere teils schwer verletzt haben. Insgesamt wurden 26 Verhandlungstage für den Prozess angesetzt, der letzte am 26. Januar 2022. Es zeichnete sich im Vorfeld bereits ab, dass dieser Termin nicht eingehalten werden kann. Nun wurden 14 weitere Termine zur Fortsetzung der Verhandlung bestimmt. Der letzte ist für Dienstag, 26.04.2022, terminiert.

Angeklagter schweigt bisher

Seit Beginn des Prozess am 19. August 2021 schweigt der mutmaßliche Amokfahrer. Zuletzt machten Opfer und weitere Augenzeuginnen sowie -zeugen ihre Aussagen vor Gericht. Eine 70-Jährige soll sich vor Gericht direkt an Angeklagten gewandt und gefragt, wieso er sich nicht äußern würde.

Anklage der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft Trier wirft dem angeklagten 52-Jährigen aus Trier Mord in fünf Fällen sowie in 18 weiteren Fällen versuchten Mord vor.

Am 1. Dezember 2020 starben durch die Amokfahrt fünf Menschen. Zu den Opfern zählen eine 73-jährige Frau, ein 45-jähriger Familienvater und seine neun Wochen alte Tochter, eine 52-jährige Lehrerin sowie eine 25-jährige Studentin. Im Oktober verstarb zudem ein Mann, der während der Amokfahrt schwer verletzt wurde. Ob er auch an den Folgen der Tat starb, müsse noch abschließend geklärt werden.