Fassungslosigkeit: ASB Trier wird im Hilfseinsatz in Trier-Ehrang auf schlimmste Art und Weise verbal angegriffen

Der Arbeiter Samariter Bund hat am Samstag, 25.05.2022, einen Hilfseinsatz in Trier-Ehrang durchgeführt. Doch was sie dort erlebten, machte die Helfer sprachlos.
Mit diesem Fahrzeug waren die Helfer am Samstag unterwegs.
Mit diesem Fahrzeug waren die Helfer am Samstag unterwegs.

ASB Trier leistet weiterhin wichtige Fluthilfe 

Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) war auch vor einem knappen Jahr bei der Flutkatastrophe mit vielen anderen Hilfsorganisationen von erster Minute an mit dabei. Neben dem langen und großen Einsatz im Ahrtal gab es auch unzählige Hilfseinsätze in der Region Trier. Der ASB betreibt die „Hochwasserhilfe Trier und südliche Eifel“ auch noch bis heute.

Betroffene Menschen aus Trier-Ehrang und Kordel können weiterhin Hilfe beim ASB in Trier  mit einer Betroffenenbescheinigung beantragen. Die Helferinnen und Helfer fahren dann mit ihrem Logistikfahrzeug, mit ihren Spenden in entsprechende Fachmärkte und fahren diese zu den Betroffenen.

15 Elektrogeräte am Samstag ausgeliefert 

Am Samstag sind die ehrenamtlichen Helfer um 9:30 Uhr mit ihrem GW-LOGISTIK (Lkw 7,49t) gestartet und haben in den beiden Orten 15 Geräte wie Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Mikrowellen ect.) ausgeliefert. Mit der Hebelbühne war es ein auf und ab bei schweißtreibenden 30 Grad. Als die Helfer des ASB in Trier-Ehrang in der Niederstraße angekommen waren, erlebten sie etwas, was sie sprachlos machte.

Mit dem Lkw befuhren sie die Niederstraße und blieben kurz vor dem Haus, welches ein Gerät bekommen sollte, stehen. Die Helfer bemerkten, dass es in der engen Straße nicht so einfach wird abzuladen und fuhren nochmals eine Runde um den Block, um vielleicht eine bessere Position zum Abladen zu finden. Hinter dem Lkw waren drei Autos, für die es kein Problem bereitete, dass diese kurz warten mussten. Nach der kurzen Runde und wieder an der Anschrift in der Niederstraße angekommen, fanden sie keine andere Möglichkeit, als auf der Straße zu halten und abzuladen.

Beschimpfungen übelster Art und Weise 

Schließlich machten sich die Helfer an die Arbeit und öffneten den Lkw und hoben das E-Gerät mit der Hebebühne runter zum Haus, wo es hin sollte. Und dann ging es auch schon los. Bernd Görgen, der Leiter des ASB Trier beschreibt die Situation wie folgt: „Was wird dort erleben mussten war ‚unbeschreiblich‘. Unsere Freiwilligen wurden beleidigt, verschimpft und bedroht. Von,  wir bitten den Wortlaut zu entschuldigen, ‚Ihr Wixer macht die Straße frei‘ , ‚Drecks Hochwasserhelfer‘, ‚Drecksäcke‘, ‚Ihr Behinderte‘ und auch ‚Komm her ich Schlag Dir die Zähne ein‘ mussten wir über uns ergehen lassen!“

Noch nie erlebt 

Das machte die Helfer in Trier-Ehrang fassungslos und bestürzt über eine solche Art, wie Menschen mit Helfern für Betroffen umgehen. „Wir haben höchstens 8-10 Minuten dort gestanden, aber uns wurde eine Frechheit an den Kopf geschmissen, wie wir sie so noch nie erlebt haben!“, sagt Görgen weiter. Und trotzdem steht eins für die Helferinnen und Helfer des ASB in Trier weiter fest: Wir werden weiterhin helfen! Bernd Görgen sagt abschließend: „Als das Wasser kam haben genau diese Helferinnen und Helfer ihr Leben für andere aufs Spiel gesetzt, teilweise verloren, denkt mal darüber nach…“.

Eigene Recherche