Großalarm: 180 Einsatzkräfte löschen 25 Hektar Waldbrand bei Wiltingen

Am Mittwochnachmittag, 03.08.2022, kam es gegen 15:30 Uhr zu einem gemeldeten Flächenbrand an einem Waldgebiet zwischen Wiltingen, Kommlingen und Oberemmel. Folglich kam es zum bisher größten Flächen- und Waldbrand in diesem Jahr in der Region Trier.
(c) Florian Blaes
(c) Florian Blaes

Schneller Großalarm 

Die erstalarmierten Kräfte folgten der großen Rauchsäule, die weithin sichtbar war und kamen neben den Weinbergen an ein großes Waldstück. Hierbei handelte es sich genau um ein Hecken-, Busch- und Waldstück. Die Flammen breiteten sich in rasanter Geschwindigkeit aus. Sofort wurde Großalarm ausgelöst.

Schwere Löscharbeiten 

Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit den Löschmaßnahmen. Jedoch gestalteten diese als sehr schwierig, da das Feuer sich durch die dichtesten Buschlandschaften den Weg in Richtung des tiefen Waldes suchten. Unter enormer Kraftanstrengung wurde ein Tanklöschfahrzeug nach dem anderen leer gemacht. Ein Pendelverkehr wurde in die Orte Oberemmel und Kommlingen eingerichtet. Mehrere große Faltbehälter mit Wasser wurden vor Ort gefüllt.

Unzählige Landwirte und Winzer rücken an 

Ohne jegliche Meldekette rückten nach und nach unzählige Landwirte und Winzer mit auch den kleinsten Wassertanks an. Sie unterstützen die Einsatzkräfte, wo es auch nur möglich war. Sie fuhren die Flächen auf und ab, befüllten die Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr und brachten große Mengen an Wasser zu der Einsatzstelle. Am Ende waren es schon weit über 15, wenn nicht sogar mehr, Traktoren mit Wasserfässern und Güllewagen. Aus dem gesamten Umkreis rollten diese an.

„Löschzug Wasser Nord“ kommt zum Einsatz 

Unterdessen rückte auch die Berufsfeuerwehr Trier mit einem AB Tank und viel Wasser an. Mit ihm galt es, die weitere Ausbreitung in den tiefen Nadelwald zu verhindern. Und dies gelang den Einsatzkräften vor Ort. Auch der „Löschzug Wasser Nord“ des Landkreises wurde zur Einsatzstelle gerufen. Am Sportplatz in Kommlingen wurde in großer Bereitstellungraum für die vielen Feuerwehren eingerichtet, die nun im Pendelverkehr zu der Einsatzstelle fuhren. Auch das THW war mit einem großen Wassertank vor Ort.

Coptereinheit unterstützt von oben 

Vom Einsatzleitwagen der VG Konz wurde der Großeinsatz vor Ort koordiniert. Es wurden vier Abschnitte gebildet und das Feuer schließlich erfolgreich bekämpft. Auch die Drohneneinheit des Landkreises war vor Ort und koordinierte von oben den Einsatz. Mit der Wärmebildkamera konnte somit erfasst werden, wo noch viel Hitze und Glut ist. Besonders in der Anfangsphase des Brandes war die Coptereinheit von großer Wichtigkeit. 

25 Hektar verbrennen 

Hunderte Liter an Getränke wurde an die Einsatzstelle gebracht, denn während des Einsatzes herrschten um die 34 Grad und pralle Sonne. Die SEG des DRK Konz kam zum Einsatz und verpflegte die Feuerwehrkräfte im Brandeinsatz. erst mit Einbruch der Dunkelheit konnte der Einsatz nach und nach herunter gefahren werden. Eine Brandwache wurde zunächst eingerichtet. Nach Auskunft der Feuerwehr verbannte eine Fläche von rund 25 Hektar. 

180 Kräfte im Einsatz 

Im Einsatz waren mehr als 180 Kräfte von FEZ, Führungsunterstützung und Wehrleitung VG Konz. Die Feuerwehren aus Konz, Oberemmel, Wiltingen, Kommlingen, Krettnach, Niedermennig, Könen, Wasserliesch, Oberbillig, Temmels, Wellen, Nittel, Tawern, Wawern, Kanzem, Pellingen, Saarburg, Newel, Reinsfeld, Kordel, Osburg, Morscheid und Leiwen. Die Berufsfeuerwehr Trier, das THW Saarburg, DRK OV Konz, Polizei Saarburg und unzählige Landwirte und Winzer.

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