Großbrand bei Wasserbillig: Feuerwehr löscht 400 brennende Heu- und Strohballen bis tief in die Nacht

Am Donnerstagnachmittag, 04.08.2022, gegen 15:30 Uhr kam es unweit der deutsch-luxemburgischen Grenze an der A1 bei Wasserbillig zu einem Großeinsatz der luxemburgischen Feuerwehr CGDIS.
(c) Florian Blaes
(c) Florian Blaes

Mehrere Notrufe

Mehrere Verkehrsteilnehmer setzten den Notruf ab und meldeten, dass unweit der Grenze an der A 1 auf einer großen Wiese neben einer beginnenden Hecken- und Buschlandschaft eine große Rauchsäule aufsteige und man meterhohe Flammen wahrnehme.

Straßen- und Tankstellensperrung 

Umgehend rückten die ersten Einsatzkräfte aus und stellten zwischen der N 10 Wasserbillig und der A 1 Grenze einen Vollbrand von Heu- und Strohballen fest. Das Problem: diese standen direkt an der genannten Hecken- und Buschlandschaft. Der Wind fachte die Flammen an und verursachte starken Funkenflug. Sogleich musste die Abfahrt von der Autobahn A 1 aus Richtung Trier, die CR 141b Mertert gesperrt werden. Auch von Wasserbillig zur Auffahrt der A 1 wurde gesperrt. Im Berufsverkehr sorgte das für starke Behinderungen. Aus Gründen der Sicherheit wurde auch die Grenztankstelle und der große Parkplatz komplett gesperrt. 

Problem mit der Wasserversorgung 

Mit den ersten Tanklöschfahrzeugen versuchten die Kräfte der CGDIS die Flammen rund um die brennenden Rundballen in den Griff zu bekommen, um hier ein Ausbreiten zu verhindern. Das Problem war hier nun folglich die mangelnde Wasserversorgung vor Ort. Schnell musste Großalarm ausgelöst werden. Aus ganz Luxemburg rollten Feuerwehrfahrzeuge an. Diese stellten einen Pendelverkehr her, um eine konstante Wasserversorgung aufrechtzuerhalten. Zudem wurde eine mehrere hundert Meter lange Wasserleitung gelegt.

Hunderte Ballen in Vollbrand 

Nach Auskunft des Einsatzleiters vor Ort brannten in der Folge etwa 400 Heu- und Strohballen. Rundherum konnten die Flammen glücklicherweise unter Kontrolle gebracht werden. Das brennende Futter gehörte einem Landwirt aus der VG Trier-Land, einem nahegelgegen Ort. Dieser rückte mit seinem Traktor an und versuchte noch weitere Siloballen zu retten, was ihm auch gelungen war.

Einsatzkräfte kommen an ihre Grenzen

Am Ende waren es mehr als 25 Einsatzfahrzeuge vor Ort. Allerdings nicht nur Wasserführende Fahrzeuge, auch Einsatzleitung und eine Drohneneinheit. Diese beobachtete den Einsatz von oben und koordinierte auch en wenig den Einsatz. Bei vorherrschenden 38 Grad kamen die Feuerwehrkräfte an ihre Grenzen. Viele Getränke wurden hier benötigt und ein ständiger Austausch der Feuerwehrleute erfolgte. Für den Notfall stand ein Rettungswagen zur Verfügung.

Weit sichtbare Rauchsäule 

Die Rauchsäule des Brandes war über weite Strecken hin sichtbar. So erzählten uns Leserinnen und Leser, dass man diese auf der Korlinger Höhe, oder bei Osburg, Pellinger und Nahe Bitburg schon sehen konnte. Bis die hunderte Rundballen auseinander gezogen und folglich gelöscht waren, vergingen Stunden. Bis tief in die Nacht dauerte der Einsatz und war die Strecke gesperrt. 

60 Kräfte vor Ort 

Im Einsatz waren Feuerwehren der CGDIS mit mehr als 25 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften aus allen größeren Orten und Städten.

Eigene Recherche