Großdemo in Trier: 1.200 Menschen kommen zu Kundgebungen zusammen – Aufmarsch durch Euren

Ursprünglich war eine Demonstration mit anschließendem Aufzug mit 2.500 Teilnehmenden angemeldet worden, die den Corona-Maßnahmen der Regierung kritisch gegenüberstehen. Gegen diese Kundgebung hatte eine Gruppierung aus dem bürgerlich-linken Spektrum eine Demonstration mit Aufzug und 250 Teilnehmenden angemeldet.

Kundgebungen sollten zunächst am Viehmarkt sein 

Ursprünglich wollten die Veranstalter ihre Kundgebungen auf dem Viehmarktplatz mit anschließenden Aufzügen durch die Innenstadt durchführen. In Kooperationsgesprächen mit den zuständigen Ämtern der Stadt und der Polizei hatten die Anmelder den Parkplatz in den Moselauen in Trier und eine Aufzugsstrecke durch Trier-Euren akzeptiert.

Polizei und Ordnungsamt sorgen für Einhaltungen der Regeln 

Gegen 14 Uhr hatten sich etwa 500 Corona-Maßnahmen-Kritiker:innen und rund 110 Personen der Gegenkundgebung am Veranstaltungsort eingefunden. Die Polizei trennte beide Gruppen mit Absperrgittern und Einsatzkräften.

Während der Wortbeiträge verschiedener Redner sorgten gemischte Teams von Polizei und Ordnungsamt, die sich in den Versammlungen bewegten, durch permanente Ansprache der Anwesenden dafür, dass die Auflagen, Abstände einzuhalten und Masken zu tragen, ganz überwiegend eingehalten wurden.

„Versammlungen sind beim derzeitigen Infektionsgeschehen nur unter Auflagen möglich! Und die Auflagen sind nur dann wirksam, wenn sie auch eingehalten werden. Mit den gemischten Teams der Stadt und der Polizei haben wir schon frühzeitig zahlreiche Versammlungsteilnehmer angesprochen und kontrolliert – das zeigte auch Wirkung“ so der verantwortliche Polizeiführer, Herr Polizeidirektor Ralf Krämer.

Deutliches Anwachsen der Demonstranten beim Aufzug 

Gegen 15 Uhr setzte sich der Aufzug der Corona-Maßnahmen-Kritiker:innen in Bewegung. Er war zwischenzeitlich in der Spitze auf rund 1.250 Personen angewachsen. Etwa 110 Gegendemonstranten folgten dem Aufzug und wurden von der Polizei auf Abstand gehalten.

Dabei sicherten die Beamten auch den Bahnübergang in der Eisenbahnstraße. Kurz zuvor waren die Schranken durch einen technischen Defekt ausgefallen, sodass die Aufzüge fast hätten umgeleitet werden müssen. Dies hatte schnell zu ersten Unmutsbekundungen der Demonstrierenden geführt. In Absprache mit der Polizei sperrte die Bahn den Streckenabschnitt kurzfristig für den Zugverkehr und ermöglichte den Aufzugsteilnehmern so eine sichere Überquerung.

Die beiden Aufzüge gingen vom Parkplatz Moselauen durch den Stadtteil Trier-Euren über die Luxemburger Straße, Eisenbahnstraße, Eurener Straße, Im Speyer und wieder zurück zum Ausgangsort.

Große Behinderungen im Verkehr 

Gegen 16 Uhr hatten die Demonstranten den Parkplatz in den Moselauen wieder erreicht. Während des Aufzuges durch Trier-Euren sperrte die Polizei verschiedene Straßenzüge wodurch es temporär zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam.

„In der kurzen Vorbereitungszeit haben Stadt und Polizei wieder eng zusammen agiert und die richtigen Lösungen gefunden. Für den Viehmarkt oder den Porta-Nigra-Platz wären viel zu viele Versammlungsteilnehmer gekommen, so dass die Auflage „Mindestabstand“ nicht einzuhalten gewesen wäre. Insgesamt ziehen Polizei und Versammlungsbehörde eine positive Bilanz des Nachmittags“, erklärt Polizeidirektor Krämer, der mit dem verantwortlichen Beigeordneten und Ordnungsdezernenten der Stadt Trier, Herrn Ralf Britten, im Einsatzraum war.

Der Ordnungsdezernent Ralf Britten zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Verlauf der beiden Demonstrationen. Britten: „Dank der guten Zusammenarbeit mit der Trierer Polizei ist es uns gelungen, das Versammlungsrecht pandemiegerecht umzusetzen. Ich bin froh, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf beiden Seiten friedlich geblieben sind.“

Keine Beeinträchtigung im Impfzentrum 

Die Abläufe im wenige Hundert Meter entfernten Impfzentrum Rheinland-Pfalz Trier wurden durch die Demonstrationen nicht beeinträchtigt. Am Samstag gab es dort Zweitimpfungstermine für Kinder und Jugendliche.

Die Einsatzkräfte hielten eine Vielzahl von persönlichen Ansprachen zur Einhaltung der Auflagen und kontrollierten 68 Personen gezielt. Neben elf erteilten Platzverweisen erstatteten die Beamtinnen und Beamten drei Strafanzeigen und sechs Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung.

Hier sind die Bilder der Kundgebungen: