Großeinsatz bei Kordel: 100 Kräfte bei Waldbrand in Steillage- Löschhubschrauber und Löschrucksäcke im Einsatz

Am Samstag, dem 15.05.2022, gegen 08:20 Uhr, kam es in Kordel, in der Nähe der sogenannten Genovevahöhle, zu einem Waldbrand.
(c) Florian Blaes

300 Quadratmeter Steilhang in Flammen 

Nach Aussage der Rettungskräfte vor Ort brannten mehr als 300 Quadratmeter großer Steilhang. Die ersten Flammen hatten sich schon an den Bäumen hochgezogen bzw. sind in die Wurzeln vorgedrungen. Gegen 09:40 Uhr wurde aufgrund des schwierigen Geländes zusätzlich ein Hubschrauber für den Löscheinsatz angefordert. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, da es in der Nähe keine Bebauung gibt. Zusammen mit den Einsatzkräften der Feuerwehr am Boden und des Einsatzes des Hubschraubers konnte der Brand gegen 11:00 Uhr eingedämmt werden.

Spezielle Löschrucksäcke kommen zum Einsatz 

Für die Kräfte am Boden bedeutete dieser Waldbrand ein großer Kraftakt. In einer sehr steilen Lage oberhalb der Höhle ist das Feuer ausgebrochen und hatte sich durch die Trockenheit schnell ausgebreitet. Während aus der Luft mit dem Hubschrauber gelöscht wurde, kamen am Boden neben den Löschtrupps auch sog. Waldbrand-Löschsäcke zum Einsatz. Diese sind in der Region Trier erstmalig eingesetzt worden. Sie sind für solche steilen Lagen geeignet und fassen 20 Liter in einem Wasserrucksack auf dem Rücken der Einsatzkräfte, ohne einen Schlauch mitziehen zu müssen.

Abrollbehälter Wasser der Berufsfeuerwehr im Einsatz 

Mit einem Spezialfahrzeug der Berufsfeuerwehr Trier wurde in einem Abrollbehälter Wasser (AB) Wasser zur Einsatzstelle mitten im Wald herbeigebracht. Von dort wurde eine Entnahmestelle mit zusätzlichen Wasserführenden Fahrzeugen immer wieder neu eingespeist, sodass im Wald konstant eine Wasserversorgung aufrecht erhalten bleiben konnte. Das Wasser wurde an der Ortslage Butzweiler entnommen.

Löschhubschrauber im Einsatz 

Der Hubschrauber der Polizei aus Winningen bei Koblenz kam mit einem Wassersack zur Einsatzstelle und konnte aus der Luft immer wieder 500 Liter Wasser abwerfen. Dieses wurde aus der Mosel bei Ehrang entnommen. Ebenfalls kam die Drohne des Landkreises Trier-Saarburg zum Einsatz. Mit der Wärmebildkamera wurden die Glutnester aus der Luft aufgespürt, um dann gezielt ablöschen zu können.

Grillfeuer als Ursache?! 

Bisher gibt es keine Hinweise auf die Brandursache. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Schweich in Verbindung zu setzen. Die Polizei vor Ort vermutet ein nicht erloschenes und illegales Grillfeuer an der Genovevahöhle.

100 Kräfte im Einsatz 

Im Einsatz waren bis 15 Uhr insgesamt knapp 100 Einsatzkräfte: FEZ, Wehrleitung und Führungsunterstützung VG Trier-Land, die Freiwilligen Feuerwehren Kordel, Butzweiler, Hofweiler, Ittel, Lorich, Möhn, Newel, Welschbillig, Zemmer und die Berufsfeuerwehr Trier gemeinsam mit dem Löschzug Pfalzel. Zudem die Drohne des Landkreises Trier-Saarburg (Feuerwehr Schillingen). Die Polizeiinspektion Schweich war mit einer Streife im Einsatz. Der Hubschrauber der Polizei Rheinland-Pfalz unterstützte bei den Löscheinsätzen. In Bereitstellung waren ebenfalls die Malteser Welschbillig und die SEG aus Föhren.

Eigene Recherche und Polizei Schweich