Mord im Eifelort Hersdorf: Zwei Verdächtige festgenommen

Anfang der vergangenen Woche wurde ein Mann (56) tot in seinem Haus in Hersdorf gefunden. Nun wurde bekannt, dass zwei Tatverdächtige festgenommen wurden. Das sind die neuesten Infos:
Im Mordfall von Hersdorf wurden zwei Männer festgenommen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Carsten Rehder
Im Mordfall von Hersdorf wurden zwei Männer festgenommen. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Carsten Rehder

Vor knapp zehn Tagen wurde eine Leiche im kleinen Eifelort Hersdorf entdeckt. Weil der 56-jährige Mann nicht auf der Arbeit erschienen ist, meldeten sich Kollegen bei der Polizei. Diese fanden den Toten am Montag, 16.01.2023, in seinem Haus. Laut Obduktion wurde der Mann Opfer eines Gewaltverbrechens.

Festnahme von zwei Tatverdächtigen

Am Dienstag, 24.01.2023, wurden zwei Tatverdächtige in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) festgenommen. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 20 und 26 Jahren, die aus Serbien stammen und in Nordrhein-Westfalen leben, gibt die Staatsanwaltschaft bekannt.

Sexuelles Interesse vorgetäuscht?

Die Staatsanwaltschaft hält es nach den vorläufigen Erkenntnissen für wahrscheinlich, dass sich das Opfer und die beiden Männer im Internet im Zusammenhang mit der Suche nach sexuellen Kontakten kennenlernten. Der Tote solle die beiden am 14. Januar 2023 in Remscheid abgeholt und sie mit in das allein bewohnte Haus in Hersdorf mitgenommen haben. Gegen die Beschuldigten besteht der Verdacht, das sexuelle Interesse nur vorgetäuscht zu haben, um in der Wohnung des Opfers an dessen Hab und Gut zu gelangen.

Der 56-Jährige lebte alleine in dem Haus. Foto: Florian Blaes

Todesursache: Schläge auf den Kopf

Während des Aufenthalts im Haus kam es auf noch nicht abschließend geklärte Weise zu dem tödlichen Geschehen. Der 56-Jährige wurde im Badezimmer des Hauses durch massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf getötet.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, anschließend die Wohnung des Opfers nach Gegenständen durchsucht und verschiedene Wertsachen, unter anderem das Mobiltelefon und das Portemonnaie des Opfers mit dessen EC-Karte, entwendet zu haben.

Täter flohen zu Fuß

Nach den bisherigen Erkenntnissen flüchteten die Beschuldigten anschließend zu Fuß vom Tatort und fuhren sodann mit einem Taxi und später mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Nordrhein-Westfalen. Auf der Flucht sollen sie an einem Geldautomaten versucht haben, mit der EC-Karte des Opfers Geld abzuheben. Das gelang ihnen jedoch nicht.

Vorwurf: Mord aus Habgier

Das Amtsgericht Trier hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl gegen die Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts des gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier erlassen. Die Beschuldigten sind am heutigen Tag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts vorgeführt worden, der den Vollzug des Haftbefehls angeordnet hat.

Die Ermittlungen zum Tatablauf und den Hintergründen der Tat dauern an. Einzelheiten hierzu können derzeit noch nicht mitgeteilt werden, um die weiteren Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, so die Staatsanwaltschaft abschließend.

Mitteilung Staatsanwaltschaft (25.01.2023)