Nach K.O.-Tropfen-Verdacht auf Landscheider Viezparty: Ermittlungen abgeschlossen

Ende Juni musste die Viezparty in Landscheid vorzeitig abgebrochen werden, weil mehrere Personen - darunter Kinder - über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatten und ins Krankenhaus mussten. Der Verdacht von K.O.-Tropfen bestand. Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen:
Die Viezparty in Landscheid musste vorzeitig abgebrochen werden. Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin
Die Viezparty in Landscheid musste vorzeitig abgebrochen werden. Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin

Zur Erinnerung: Am 25. Juni 2022 fand nach der coronabedingten Zwangspause wieder die Viezparty in Landscheid statt. In diesem Jahr verlief sie aber anders als sonst. Mehrere Gäste der Veranstaltung, darunter Kinder, wurden nach Kreislaufproblemen, Übelkeit und anderen Beschwerden in Krankenhäuser eingeliefert. In Absprache mit dem Veranstalter wurde die Veranstaltung beendet.

Ermittlung der Kripo abgeschlossen

Damals wurde der Verdacht geäußert, dass ein Gast eigene Getränke verteilt haben soll, die K.O.-Tropfen enthielten, darüber berichtete unter anderem der Trierische Volksfreund. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Wittlich sind nun knapp sechs Wochen später abgeschlossen: Es haben sich keine „Hinweise auf illegale Betäubungsmittel oder das Bewusstsein beeinflussende Arzneistoffe“ ergeben.

Mehrere Untersuchungen der Blutproben ohne Befund

Mittlerweile seien die toxikologischen Untersuchungen der Blutproben der Geschädigten abgeschlossen. Die Proben wurden zunächst in den Krankenhäusern untersucht, wo bereits keine Anzeichen für Medikamentenverabreichung oder Ähnliches festgestellt wurden. Allerdings stellte man in allen Proben teils hohe Alkoholkonzentrationen fest.

Für weitere Sicherheit ließ die Kriminalpolizei die Proben bei weiteren toxikologische Untersuchungen in verschiedenen Fachlaboren untersuchen. Auch dort haben sich keine Hinweise ergeben, dass dass Betäubungsmittel oder die Bewusstseinslage beeinflussende Arzneistoffe aufgenommen wurden.

In einer gemeinsamen Erörterung mit dem Veranstalter, dem Ordnungsamt der Verbandsgemeinde und dem zuständigen Jugendamt hat die Polizei den Sachverhalt thematisiert. Zur Vermeidung derartiger Zwischenfälle bei zukünftigen Veranstaltungen soll ein Sicherheitskonzept erstellt werden. Zudem werden Polizei, Jugendamt und weitere zuständige Behörden an den Veranstaltungen Kontrollen durchführen.

Mitteilung Polizeipräsidium Trier (05.08.2022)