Prozess nach versuchter Tötung in AfA Hermeskeil beginnt

Ende März wurde ein 27-jähriger Mann in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Hermeskeil von drei Männern mit Messern niedergestochen. Heute, 04.10.2022, beginnt der Prozess gegen zwei Tatverdächtige - nach einem dritten Täter wird weiterhin gefahndet.
Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin
Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin

Messerattacke in AfA Hermeskeil

Zwei georgischen Staatsangehörige (28 und 32 Jahre) wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Männer sollen mit einem weiteren Mann am 27. März 2022 in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (AfA) in Hermeskeil einen 27-jährigen libanesischen Staatsangehörigen mit Messern angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.

Opfer durch Messerstich lebensgefährlich verletzt

Die Tat soll sich folgendermaßen ereignet haben: Am besagten Tag, 27.03.2022, soll es in der Aufnahmeeinrichtung zunächst zu einem verbalen Streit zwischen dem 27-jährigen Libanesen und einem der drei Beschuldigten gekommen sein. Nachdem der Streit beendet war, soll sich der an dem Streit beteiligte Georgier an seine beiden Landsleute gewandt und gemeinsam mit diesen beschlossen haben, den Kontrahenten aufgrund des vorangegangenen Streits zu bestrafen.

Die drei Georgier sollen jeweils mit einem Messer bewaffnet das Opfer auf dem Gelände der Aufnahmeeinrichtung aufgesucht und niedergestochen haben. Ei Angreifer stach dem 27-jährigen Libanesen in den Oberbauch. Weitere Versuche konnten durch Gegenwehr des Opfers und Hilfe eines Begleiters und Security-Mitarbeiter der Aufnahmeeinrichtung abgewehrt werden. Das Opfer befand sich nach der Tat in einem lebensbedrohlichen Zustand und musste noch in der Nacht von Sonntag auf Montag im Brüderkrankenhaus Trier notoperiert werden. Mehr dazu: Versuchte Tötung in AfA Hermeskeil.

Täter nach Messerattacke auf der Flucht

Die drei Georgier ergriffen nach dem Angriff die Flucht und verließen das Gelände der Aufnahmeeinrichtung. Sowohl der 28-Jährige als auch der 32-Jährige konnten am 05. April 2022 im Rahmen von internationalen Fahndungsmaßnahmen in der Nähe von Metz in Frankreich festgenommen werden. Sie wurden auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Trier nach Deutschland ausgeliefert. Bislang haben sie keine Angaben zur Tat gemacht und befinden sich seit ihrer Festnahme in der Untersuchungshaft, teilt die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Dritter Täter weiter auf Flucht

Der dritte Beschuldigte ist weiterhin auf der Flucht. Nach dem Mann wird international gefahndet: Europaweite Suche nach Täter.

Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Trier (19.08.2022)