Das Land hält inne – Schweigeminute für die getöteten Polizeikräfte

Nachdem zwei Polizeikräfte in der Nacht zu Montag erschossen wurden, wurde ihnen heute Morgen mit einer Schweigeminute gedacht. Um 10 Uhr hielt das Land kurz inne.
Um 10 Uhr hielten die Polizeikräfte des Polizeipräsidiums Trier inne, um ihrer Kollegin und ihrem Kollegen zu gedenken. Foto: Robin Hoffmann/ newstr
Um 10 Uhr hielten die Polizeikräfte des Polizeipräsidiums Trier inne, um ihrer Kollegin und ihrem Kollegen zu gedenken. Foto: Robin Hoffmann/ newstr

Am Montag wurde eine Polizeianwärterin (24) und ihr Kollege (29) bei einer Verkehrskontrolle getötet. Heute Morgen, 04.02.2022, wurde den beiden getöteten Polizeikräfte um 10 Uhr bei einer landesweiten Schweigeminute gedacht.

Gedenken in Trier:

„Solidarität aus der ganzen Welt“

Michael Denne, Präsident des Polizeipräsidiums, bedankte sich bei der polizeiinternen Trauerfeier in Kusel für die Solidaritätsbekundungen aus aller Welt. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz nahmen an der Trauerfeier für die Verstorbenen in Kusel teil. „Ich weiß, dass Worte nicht vermögen, im tiefen Schmerz um das geliebte Kind, den geliebten Partner, die Freundin, den Kollegen, Trost zu spenden. Ich kann nur hoffen, dass es Ihnen hilft, verehrte Angehörige, Freunde und Kollegen, dass Sie mit Ihrer Trauer und Verzweiflung nicht allein stehen. Dass die Landesregierung, dass ganz Rheinland-Pfalz, ja dass ganz Deutschland mit Ihnen trauert, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Das gemeinsame Gedenken verdeutliche, dass ein Angriff auf die Polizei als Angriff auf die gesamte Gesellschaft empfunden werde, ergänzte der Innenminister.

Busse und Saarbahnen standen still

Im Vorfeld wurde über die Webseite der Saarbahn bekannt gegeben, dass alle Verkehrsmittel der Saarbahn um 10 Uhr für eine Minute innehalten werden. Die Fahrgäste seien über eine Durchsagen informiert worden: „Nach den furchtbaren Ereignissen in Kusel am Montag gedenken wir der beiden Opfer und Angehörigen dieser grausamen Tat. Wir sind bestürzt und fassungslos angesichts dieses sinnlosen Aktes der Gewalt. Wir möchten Sie nun bitten, für einen kurzen Moment gemeinsam mit uns innezuhalten.“

Spendenkonto eingerichtet

Nach dem Tod der Polizeikräfte hat die Polizeistiftung Rheinland-Pfalz ein Spendenkonto für die angehörigen Familien errichtet. Das Geld soll neben der finanziellen Unterstützung der Familien auch bei der Trauerbewältigung der Kolleg:innen helfen.