Schwere Windhose in Aschbach richtet Schäden an 21 Gebäude an: 120 Kräfte im Großeinsatz

Am Sonntag, 05.06.2022, um 15:13 Uhr kam es in Aschbach, im Landkreis Kusel, zu einem enormen Sturmereignis. 120 Kräfte waren im Großeinsatz.
(c) Feuerwehr VG Lauterecken-Wolfstein
(c) Feuerwehr VG Lauterecken-Wolfstein
Wir haben am Vormittag von einer vermutlichen kleinen Windhose im saarländischen Bosen-Eckelhausen am Bostalsee berichtet. Doch nun gibt es auch eine Meldung eines viel größeren Schadensereignis im Landkreis Kusel. In dem kleinen Ort Aschbach ist eine Windhose am Sonntag herübergezogen und hat enorme Schäden hinterlassen. Wie die Feuerwehr mitteilte, zog eine Windhose über den Ort Aschbach hinweg und deckte dort zahlreiche Dächer ab.

21 Gebäude betroffen 

Betroffen war ausschließlich die Ortslage Aschbach, und hier die Straßenzüge Pitzerstraße und Bachstraße, in denen 20 Häuser sowie eine Scheune an der Dachbedeckung Schaden genommen hatten und weitere teilweise abgedeckt wurden.

13 Feuerwehren im Einsatz 

Neben den Stützpunktwehren Wolfstein, Lauterecken den Ausrückegemeinschaften Aschbach / Hinzweiler waren weitere Wehren, insgesamt 13 Feuerwehren mit rund 120 Einsatzkräften vor Ort. Neben der Drehleiter Lauterecken waren auch die Drehleitern Meisenheim und Weilerbach in Aschbach im Einsatz, letztere verfügt über ein Gelenkteil weshalb speziell dieses Fahrzeug angefordert wurde.

(c) Feuerwehr VG Lauterecken-Wolfstein

Dachdecker trotz Feiertag im Einsatz 

Die Führungsstaffel hatte im Dorfgemeinschaftshaus Stellung bezogen und agiert von dort im Rückwärtigen Bereich zur Unterstützung der Einsatzleitung. Mit vor Ort war das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde und Verbandsbürgermeister Andreas Müller. Zwei Dachdeckerfirmen unterstützten auch am Feiertag mit Know-how und Material, um Notabdeckungen vorzunehmen.

Stundenlanger Großeinsatz 

Mit der Drohneneinheit Kusel wurden die Dächer und Schneise der Verwüstung von oben begutachtet. Zum Glück hatte es, wie die Polizeiinspektion Lauterecken berichtet, keine Verletzten gegeben. Die Gesamtschadenshöhe wurde durch die Einsatzkräfte auf mindestens 50.000 Euro geschätzt. Die Einsatzkräfte waren bis tief in die Nacht im Großeinsatz. 

Stefan Reichhart