Verteidigung von Polizistenmörder legt Revision ein

Wegen des Mordes an zwei Polizeikräften Ende Januar bei Kusel (Rheinland-Pfalz) ist der Hauptangeklagte am gestrigen Mittwoch, 30.11.2022, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Als Reaktion auf das Urteil hat die Verteidigung des Hauptangeklagten Revision eingelegt.
Der Hauptangeklagte (r) begrüsst im Verhandlungssaal des Landgerichts Leonhard Kaiser, Verteidiger des Hauptangeklagten. Foto: picture alliance/dpa | Uwe Anspach
Der Hauptangeklagte (r) begrüsst im Verhandlungssaal des Landgerichts Leonhard Kaiser, Verteidiger des Hauptangeklagten. Foto: picture alliance/dpa | Uwe Anspach

Das Urteil für den Angeklagten im Prozess um den Mord an zwei Polizeikräften fiel am Mittwoch, 30.11.2022: Lebenslange Haft. Zudem stellte das Landgericht Kaiserslautern die besondere Schwere der Schuld fest. Damit gilt eine Entlassung des 39-Jährigen nach 15 Jahren im Gefängnis als ausgeschlossen.

Verteidigung legt Revision ein

Als Reaktion auf das Urteil im Fall der Polizistenmorde von Kusel hat die Verteidigung des Hauptangeklagten Revision eingelegt. Das teilte die Sprecherin des Landgerichts Kaiserslautern am Donnerstag, 01.12.2022, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Revision als Rechtsmittel gegen die gerichtliche Entscheidung sei am Mittwochabend eingegangen.

Mord an zwei Polizeikräften

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Ende Januar eine 24-jährige Polizeianwärterin und einen Polizeikommissar (29) mit Kopfschüssen getötet hat. Mit den Morden habe er gewerbsmäßige Jagdwilderei verdecken wollen, hieß in der Begründung. Die Bluttat bei einer Fahrzeugkontrolle auf einer entlegenen Kreisstraße in der Westpfalz hatte deutschlandweit für Entsetzen gesorgt.

 

Deutsche Presse-Agentur