Wahnsinnsfund in Wald und Wohnhaus: Hunderte Kilo Munition, Waffen und Granaten

Im Wald bei Großlittgen und in einem Wohnhaus in der Verbandsgemeinde Manderscheid haben Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes mehrere hundert Kilo Weltkriegsmunition, Waffen- und Granatenteile sowie Sprengstoff sichergestellt.
Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin
Symbolbild: Unsplash/ Jonas Augustin

Ein Jahr lang gesammelt

Ein Mann (52) hatte die Waffen, Granaten, Munition und Sprengstoff über mehrere Monate zusammengetragen, darüber wurde die Polizeiinspektion Wittlich am Mittwoch, 03.08.2022, informiert. Wie es zu dem Fund kam, schildert die Polizei: Einen Tag zuvor, 02.08.2022, hatte der 52-Jährige die zuständigen Behörden über seinen Fund unterrichtet. Nach den bisherigen Ermittlungen habe der Mann seit etwa einem Jahr mit einem Metalldetektor Weltkriegsmunition, Granatenteile und ähnliches gesammelt. Die Gegenstände wurden „möglicherweise vom Hochwasser des letzten Jahres angeschwemmt“. Anschließend hatte er die gefährlichen Funde in Kisten im Wald zusammengestellt.

Weitere Funde in Wohnhaus

Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes und des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz stellten dort am Mittwochmittag etwa 250 Kilo Metallteile von Bomben und Granaten sicher, die offenbar keine Treibladungen mehr hatten. Bei der anschließenden Durchsuchung eines Wohnhauses in der Verbandsgemeinde Manderscheid, die nach Antrag der Staatsanwaltschaft Trier auf Anordnung des Amtsgerichts Trier erfolgte, wurden weitere Munitions-, Waffenteile und Sprengstoff sichergestellt. Die Kripo Wittlich ermittelt nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Die Polizei rät dringend davon ab, selbständig auf Munitions- und Sprengstoffsuche zu gehen. „Beim Auffinden derartiger Gegenstände sollte umgehend die Polizei informiert werden.“, heißt es abschließend vonseiten der Beamt:innen.

Mitteilung Kriminalinspektion Wittlich (04.08.2022)