Wilde Verfolgungsfahrt: 30-Jähriger fährt beinahe Polizisten um

Letzte Nacht kam es zu einer wilden Verfolgungsfahrt eines polizeibekannten 30-Jährigen. In St. Wendel versuchten die Beamt:innen den Fahrer zu stoppen, dabei fuhr er frontal auf einen Polizisten zu.
Ein Unbekannter lieferte sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Symbolbild: Unsplash/ Michael Held
Ein Unbekannter lieferte sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei. Symbolbild: Unsplash/ Michael Held

Fahrer (30) flüchtet vor Polizei

Die Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion St. Wendel wollten einen 30-jährigen Autofahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen, doch der Fahrer (30) ignorierte letzte Nacht, 03.04.2022, gegen 03:00 Uhr jegliche Anhaltezeichen der Polizei. Statt anzuhalten, flüchtete er.

Polizist weicht Auto aus

Nach kurzer Verfolgungsfahrt gelang es den Einsatzkräften, den 30-Jährigen in der St. Annenstraße in St. Wendel zum Anhalten zu bewegen, berichten die Beamt:innen am Sonntagmittag. Allerdings hielt er Fahrer (30) nicht an, sondern fuhr mit seinem Wagen auf einen Polizeikommissar zu. Dem Polizisten (22) gelang es durch einen Sprung zur Seite, die Kollision mit dem auf ihn zufahrenden Pkw zu verhindern. „Er blieb glücklicherweise unverletzt.“, heißt es in der Polizeimeldung weiter.

Jetzt ermitteln Staatsanwaltschaft und Landespolizeipräsidium gegen den Pkw-Fahrer. Der 30-jährige Autofahrer stoppte nicht, sondern setzte seine Fahrt daraufhin „unbeirrt fort“.

Vier Unfälle bei Verfolgungsfahrt

Mit verstärkten Kräften kam es bei der weiteren Verfolgungsfahrt zu vier Verkehrsunfällen. Zwei 40-jährige Polizeibeamte verletzten sich bei den Unfällen leicht – andere Personen waren nicht involviert, meldet die Polizei. Lediglich zwei eiserne Absperrketten, die im Bereich des Geländes eines Einkaufsmarktes in St. Wendel angebracht waren, wurden beschädigt.

30-Jähriger ist der Polizei bekannt

Die Verfolgungsfahrt, die von St. Wendel aus über die B 41 in Richtung Nohfelden führte, endete schlussendlich in Namborn. Dort gelang es den Einsatzkräften den polizeibekannten 30-Jährigen zu stoppen und festzunehmen. Nach seiner Festnahme brachten ihn die Beamtinnen und Beamten zunächst in ein Krankenhaus, da der Verdacht bestand, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Dort entnahm ihm ein Arzt auch eine Blutprobe.

Derzeit befindet sich der 30-Jährige im Polizeigewahrsam der Polizeiinspektion St. Wendel. Er ist bereits rechtskräftig wegen Gewaltdelikten verurteilt und steht unter Bewährung. Die Ermittlungen dauern an, heißt es abschließend vonseiten der Beamt:innen.

Mitteilung Landespolizeipräsidium Saarland (03.04.2022)