Gewaltige Zahlen in Trier: Blitzer-Säulen lösten im November 1.600 mal aus

Anfang November haben die neuen Blitzer- und Rotlichtsäulen an den Kreuzungen in Trier nicht nur das Überfahren der rote Ampel sanktioniert, sondern auch die Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit. newstr.de hat bei der Stadt Trier nachgefragt: Wie sieht die Blitzer-Bilanz für November aus?

Ab. 02. November messen die Ampelblitzer auch die Geschwindigkeit. Foto: Florian Blaes Symbolbild

Messdauer von insgesamt 619 Stunden

Die Stadt Trier teilt auf eine Nachfrage von newstr.de mit, dass im November Messungen von insgesamt 619 Stunden durchgeführt wurden. Die Messdauer ist unterdurchschnittlich, da zwei Messanlagen für jeweils circa 14 Tage wegen der jährlichen Routinewartung und dem damit verbundenen, gesetzlich vorgeschriebenen, jährlichen Eichtermin zum Hersteller gebracht wurden.

Messungen wurden an drei Messorten durchgeführt

Luxemburger Straße:

In der Luxemburger Straße wurden 188,5 Stunden gemessen. Dabei wurden insgesamt 468 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt – davon 427 Verwarnungsgelder und 41 Bußgeldverfahren. Gleichzeitig gab es sieben Rotlichtverstöße, davon einen Kombiverstoß (Rotlicht und Geschwindigkeit).

Martinsufer:

Am Martinsufer wurden insgesamt 293 Stunden gemessen. Dabei lösten die Blitzer bei 318 Geschwindigkeitsverstöße aus – davon 309 Verwarnungsgelder und neun Bußgeldverfahren. Gleichzeitig gab es 102 Rotlichtverstöße, davon vier Kombiverstöße.

Pacelliufer/Hohenzollernstraße:

Die Säule am Pacelliufer hat 137,5 Stunden gemessen. Insgesamt wurden 775 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt – davon 756 Verwarnungsgelder und 19 Bußgeldverfahren. Gleichzeitig gab es 36 Rotlichtverstöße, davon drei Kombiverstöße.

Stadt nimmt 66.000 Euro ein

Bei 39 Verfahren steht für die Verantwortlichen ein Fahrverbot im Raum – davon acht wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und 31 Rotlichtverstöße. Es wurden rund 1.600 Verkehrsverstöße sanktioniert. Da es sich um 1.492 Geschwindigkeitsverstöße im Verwarnungsgeldbereich handelt, lagen diese Überschreitungen unter 21 km/h (bis 08.11.2021) bzw. unter 16 km/h (ab 09.11.2021 durch die Neuerung des Bußgeldkataloges). In 36 Fällen lag die Geschwindigkeitsüberschreitung über 20 km/h.

Unter Zugrundelegung der jeweils geltenden Verwarnungs- und Bußgelder ergibt sich ein maximaler Gesamtbetrag von 66.000 Euro.