Maskenpflicht Corona Pixabay

Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat
höchste Bedeutung. Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas, Kinderkrippen,
Kindergärten, Kindertagespflege, Horte etc.) und Schulen bleiben geöffnet.

Im Schulbereich gilt in Regionen mit einer Inzidenz von deutlich mehr als 50
Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf dem Schulgelände aller Schulen dort,
wo der Abstand nicht eingehalten wird/ im Unterricht in weiterführenden Schulen
ab Klasse 7 für alle Personen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen Bedeckung.

Schulen ohne Infektionsgeschehen können hiervon ausgenommen
werden. Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in
Grundschulen und Klassen 5 und 6 kann eingeführt werden. Bei einen
Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz oberhalb von 200 Neuinfektionen pro
100.000 Einwohnern pro Woche sollen darüber hinaus weitergehende
Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung in den älteren Jahrgängen ab
Jahrgangsstufe 8 (außer Abschlussklassen) schulspezifisch umgesetzt werden, welche die Umsetzung der AHA+L Regeln besser gewährleisten, beispielsweise
Hybrid- bzw. Wechselunterricht.
Schülerfahrten und internationaler Austausch bleiben grundsätzlich untersagt.
Um die Schülerverkehre zu entzerren, sollen schulorganisatorische Maßnahmen
(z.B. Unterrichtsbeginn ggf. auch gestaffelt) ergriffen werden und wo immer
möglich zusätzliche Schülerverkehre eingesetzt werden. Die
Verkehrsministerkonferenz wird sich damit im Detail befassen.

Zur Aufdeckung von Infektionsketten sollen in den Schulen verstärkt Antigen Schnelltests eingesetzt werden. Zur Sicherung des Schulbetriebs empfiehlt sich
eine einheitliche Kontrollstrategie im Schulbereich für Schuljahrgänge mit
stabilen Klassenverbänden. Im Kern der Strategie steht eine rückblickende
Clusterkontrolle. Die Klarheit und Einfachheit von Entscheidungs- und
Handlungskriterien stehen dabei im Vordergrund: Nach der Positivtestung eines
Schülers erfolgt eine sofortige Clusterisolation der jeweils vom Gesundheitsamt
definierten Gruppe (in der Regel Schulklasse, soweit das Gesundheitsamt keine
andere Gruppe definiert hat) zu Hause für zunächst fünf Tage ab dem
Diagnosetag des Indexfalls. Wegen des unbestätigten Status der auf Verdacht
unter Quarantäne stehenden Klassenmitglieder werden dagegen deren Eltern
und andere Haushaltsmitglieder nicht unter Quarantäne gestellt. Nur bei Auftreten
von Symptomen tritt eine Haushaltsquarantäne in Kraft. Wegen des zeitlich
befristeten und anders strukturierten Kontakts werden auch die Lehrer nicht in die
Clusterisolation einbezogen. Lehrern sollte eine niedrigschwellige und
symptomgerichtete Diagnostik zur Verfügung gestellt werden. Während der
zunächst fünftägigen Quarantänezeit wird die diagnostische Abklärung
vorbereitet. Es hat Priorität, die potentiell im Cluster gegebene Infektiosität ohne
jede Verzögerung unter Kontrolle zu bringen. Nach fünf Tagen
Verdachtsquarantäne erfolgt eine Entscheidungstestung per Antigen-Schnelltest,
nach deren Ergebnis die negativ getesteten Schüler wieder zum Unterricht
zugelassen werden. Der Unterricht der Klasse kann also ab Tag fünf fortgesetzt
werden. Wichtig ist, der Hinweis, dass zu den fünf Tagen auch das Wochenende
zählt, es fallen also oft nur drei oder vier Schultage für die Klasse aus. Positiv getestete Schüler werden in dreitägigen Abständen nochmals zur
Wiederzulassung getestet. Der Bund sichert weiterhin größtmögliche Kontingente
an Antigenschnelltests für Deutschland und unterstützt darüber hinaus den
Aufbau von inländischen Produktionskapazitäten.

Bundesweit werden die Weihnachtsferien auf den 19.12.2020 vorgezogen.