Presseamt Stadt Trier

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt – in Trier wie in Gesamtdeutschland. Um auf aktuelle Entwicklungen angemessen zu reagieren, tagt der Krisenstab im Rathaus nun wieder wöchentlich. Steigen die Infektionen weiterhin an, sieht das Land bestimmte Maßnahmen vor.

Seit Anfang September gehen in der Stadt Trier die Infektionszahlen mit dem Corona-Virus kontinuierlich deutlich nach oben. Ende vergangener Woche wurde aus dem Landkreis Trier-Saarburg vermeldet, dass eine Frau an Covid-19 verstorben ist, die seit einiger Zeit stationär behandelt wurde. Die aktuelle Entwicklung macht OB Wolfram Leibe Sorge: „Die Pandemie ist nicht überstanden. Wenn sich die Fallzahlen stark ausbreiten, ist das für die Risikogruppen der älteren Menschen und der Menschen mit Vorerkrankungen eine große Gefahr.“ Als Reaktion auf die steigenden Zahlen hat der Verwaltungschef den Corona-Krisenstab nun wieder wöchentlich einberufen.

Im Krisenstab sind alle Dezernate sowie die Leitungen wichtiger zentraler Ämter der Stadt und die Berufsfeuerwehr vertreten sowie Dr. Harald Michels vom Gesundheitsamt. Außerdem sind auch die Leitungen der Trierer Krankenhäuser mit im Boot. Dr. Christian Sprenger (Mutterhaus) und Bruder Peter Berg (Brüderkrankenhaus) berichteten im Stab, die Krankenhäuser hätten die stationäre Versorgung derzeit noch gut im Griff. Sie betonten aber auch, wie wichtig es sei, gerade das Klinik-Personal vor Ansteckung zu schützen. Dr. Harald Michels vom Gesundheitsamt äußerte die Befürchtung, dass auch in Trier und Trier-Saarburg die Zahlen in nächster Zeit noch deutlich nach oben gingen. Michels appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte beachten Sie die AHACL-Regel: Abstand halten, Hygieneregeln einhalten, Alltagsmasken nutzen, Corona-App installieren und nutzen und häufiges Lüften in den Wintermonaten.“ Außerdem riet er dringend: „Feiern Sie keine Partys, begrenzen Sie bitte Familienfeiern, damit wir nicht wieder mehr schwere Fälle befürchten müssen.“

Rheinland-Pfalz hat einen Corona Warn- und Aktionsplan aufgestellt, der drei Stufen mit unterschiedlichen Maßnahmen vorsieht. Trier befindet sich aktuell in der ersten Stufe:

Warnstufe (mehr als 20 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in einer Woche): Vorgesehen sind erhöhte Aufmerksamkeit und Dringlichkeitsappelle an die Bevölkerung.

Gefahrenstufe (mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in einer Woche): Einrichtung einer Taskforce sowie erste Verschärfung der Schutzmaßnahmen. Maskenpflicht, wo Menschen dichter und länger zusammenkommen. Eine Teilnehmerbegrenzung bei privaten Feiern auf 25 Personen im öffentlichen Raum und eine dringende Empfehlung der Begrenzung auf 15 Personen im privaten Bereich. Eine vorgezogene Sperrstunde in der Gastronomie, Spielhallen und ähnlichen Einrichtungen sowie zusätzliche Auflagen und Kontrollen.

Alarmstufe (mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Menschen in einer Woche): Dann werden, wie aktuell in Mainz und Bitburg-Prüm, passgenaue Schutzmaßnahmen erlassen. Private Feiern im öffentlichen Raum werden begrenzt auf zehn Teilnehmer oder zwei Hausstände. Für Feiern im privaten Bereich wird eine dringende Empfehlung der Begrenzung auf ebenfalls zehn Personen ausgesprochen. Einführung einer Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomiebetriebe, Spielhallen und ähnliche Einrichtungen und Außenabgabeverbot von Alkohol.