Bald weniger Hochrisikogebiete? Einstufung wird angepasst

Bisher galten Länder mit einer deutlichen Inzidenz über 100 als Hochrisikogebiete. Mittlerweile sind mehr als 100 Länder als Hochrisikogebiet eingestuft - deren Einstufungsregeln sollen überarbeitet werden.
Ab Donnerstag, 03.03.2022, gilt in Deutschland kein Land mehr als "Hochrisikogebiet". Symbolbild: Unsplash/ Lukas Souza
Ab Donnerstag, 03.03.2022, gilt in Deutschland kein Land mehr als "Hochrisikogebiet". Symbolbild: Unsplash/ Lukas Souza

Bund und Länder einigten sich auf einen Corona-Öffnungsplan. In drei Schritten werden bis zum 20. März 2022 alle „tiefgreifenden Schutzmaßnahmen“ fallen, die ersten am morgige Freitag, 18.02.2022. Neben den Lockerungen wurde ebenfalls beschlossen, dass die Einstufung der Hochrisikogebiete überprüft und angepasst wird.

Einstufung der Hochrisikogebiete

Derzeit gelten mehr als 100 Länder weltweit als Hochrisikogebiete. Für sie gilt vonseiten des Auswärtigen Amtes eine Reisewarnung, daher müssen nicht geimpfte Reiserückkehrende in Quarantäne. Grundlage für die Einstufung ist vor allem eine Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über 100, allerdings können auch weitere Kriterien gezählt werden – beispielsweise die Ausbreitungsgeschwindigkeit oder Hospitalisierungsrate. Diese Kriterien für die Einstufung werden nun überarbeitet.

Reisen für Familien erleichtern

Mit einer Überarbeitung der Kriterien der Hochrisikogebiete werde vor allem auch das Reisen für Familien erleichtert, da Kinder unter 12 Jahren oft nicht geimpft sind und sie daher der Quarantäne nicht entgehen können.

Mit Blick auf die neue Situation durch die Omikron-Variante und die auch in Deutschland hohen Inzidenzen sei es nicht gerechtfertigt, Länder vor allem wegen einer Inzidenz deutlich über 100 als Hochrisikogebiet einzustufen. Die damit verbundenen Konsequenzen nach der Corona-Einreiseverordnung – insbesondere Quarantänepflichten –  seien hier nicht mehr angemessen. Sie schränken „das hohe Gut der Reisefreiheit, ebenso Handel und Wirtschaft unverhältnismäßig ein.“, heißt es dazu vonseiten der Landesregierung.

 

MPK (16.02.2022)