Corona-Öffnungsplan: Ab 20. März fallen fast alle Beschränkungen

Bund und Länder haben gemeinsam über den weiteren Corona-Kurs beraten. Ein Drei-Stufen-Plan soll zu weitreichenden Lockerungen der Schutzmaßnahmen führen. Die ersten Lockerungen treten morgen in Kraft:
Ministerpräsidentin Malu Dreyer informiert über die Beschlüsse der MPK. Foto: Staatskanzlei RLP/ Schäfer
Ministerpräsidentin Malu Dreyer informiert über die Beschlüsse der MPK. Foto: Staatskanzlei RLP/ Schäfer

Die Länderchefinnen sowie -chefs haben mit Bundeskanzler Olaf Scholz während des vergleichsweise kurzen Gipfels einen Corona-Öffnungsplan beschlossen. Ab dem 20. März 2022 sollen alle „tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen“ entfallen. Bis dahin sollen die Lockerungen in drei Schritten erfolgen. Die nächste Konferenz ist für den 17. März 2022 geplant. Was sich auch wieder ändert: Der Genesenenstatus wird nicht mehr vom Robert Koch-Institut festgelegt.

Lockerungen im privaten Bereich

In einem ersten Schritt werden ab Freitag, 18.02.2022, bundesweit die Zugangsregeln im Einzelhandel abgeschafft. Dort gilt nicht länger 2G, demnach erhalten wieder alle Personen ohne Kontrolle Zugang. Dafür sind Masken weiterhin verpflichtend – empfohlen wird eine FFP2-Maske.

Zudem werden private Treffen von Geimpften und Genesenen wieder ohne Beschränkungen möglich sein. Zuvor waren maximal 10 Personen erlaubt.

Weil ungeimpfte Personen besonders gefährdet sind, bleiben die Kontaktbeschränkungen für sie bis zum 19. März 2022 bestehen. Das bedeutet: wenn eine ungeimpfte Person am Treffen teilnimmt, darf sich der Haushalt höchstens mit zwei Personen aus einem anderen Haushalt treffen.

Lockerungen für Gastro, Clubs und Veranstaltungen – ab 04. März

Unter Berücksichtigung der Lage in den Krankenhäusern soll in der zweiten Stufe ab dem 04. März 2022 für Gastronomie und Übernachtungsangebote die 3G-Regel gelten. Demnach erhalten auch ungeimpfte Personen mit tagesaktuellem Test Zugang.

Auch Clubs und Diskotheken dürfen wieder öffnen, allerdings unter der Einhaltung der 2G-Plus-Regel. Die Lockerungen sind auch für Großveranstaltungen vorgesehen:

Bei Veranstaltungen im Innenraum ist eine Auslastung von 60 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität zugelassen, dabei darf aber die Obergrenze von 6.000 Zuschauenden nicht überschritten werden.

Veranstaltungen im Freien dürfen mit einer Auslastung von 75 Prozent stattfinden, in diesem Fall darf die Personenanzahl die Obergrenze von 25.000 Personen nicht überschreiten.

Alle „tiefgreifenden Schutzmaßnahmen“ fallen – ab 20. März 

Im dritten Schritt ab dem 20. März 2022 entfallen alle „tiefgreifenden Schutzmaßnahmen“. Damit entfällt auch die Homeoffice-Pflicht, kann aber weiterhin angeboten werden.

Maske bleibt weiterhin

Bassischutzmaßnahmen“ wie Maskenpflicht in Innenräumen, ÖPNV und Schulen sowie Abstandsgebote, Hygienevorgaben und Testvorgaben bleiben auch über den 20. März 2022 hinaus erhalten.  Diese Basisschutzmaßnahmen müssen durch den Bundestag noch rechtlich geregelt werden. Damit sollen die Länder bei einem Ausbruchsgeschehen jederzeit handlungsfähig bleiben, erklärt Hendrik Wüst.

 

 

Pressekonferenz nach MPK (16.02.2022)