Einkaufen ohne Maske: In diesen Geschäften gilt keine Maskenpflicht

Nach zwei Jahren endet die Maskenpflicht in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Sie gilt ab Sonntag, 03.04.2022, nur noch in medizinischen Einrichtungen und im ÖPNV. Im Einzelhandel und Supermärkten könnte die Maskenpflicht per Hausrecht verlängert werden - was einige bereits abgelehnt haben:
Ab Sonntag, 03.04.2022, ist das Tragen einer Maske im Einzelhandel und Supermarkt vorerst freiwillig. Symbolbild: Unsplash/ Philippe Beliveau
Ab Sonntag, 03.04.2022, ist das Tragen einer Maske im Einzelhandel und Supermarkt vorerst freiwillig. Symbolbild: Unsplash/ Philippe Beliveau

Am Samstag, 02.04.2022, läuft das aktuelle Infektionsschutzgesetz aus. Danach entfallen fast alle Corona-Schutzmaßnahmen – so auch die Maskenpflicht im Einzelhandel. Danach gilt nur noch die Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Den Ländern bleibt nur die Möglichkeit der Hotspot-Regelung, die an eine Überlastung des Gesundheitssystems gekoppelt ist. Für Rheinland-Pfalz ist demnach vorerst keine Hotspot-Regelung geplant.

Maskenpflicht per Hausrecht

Gesundheitsminister Lauterbach appellierte bereits, dass Einzelhandels-Ketten per Hausrecht die Maskenpflicht für ihre Kundinnen und Kunden weiter aufrechthalten, berichtet Focus Online. Dann wäre die Maske weiterhin verpflichtend. Einige Geschäfte haben sich nach Informationen von Focus bereits dagegen entschieden und verzichten auf eine Maskenpflicht.

Laut Focus verzichten folgende Geschäfte auf die Maskenpflicht:

  • Saturn
  • MediaMarkt
  • Thalia
  • Douglas
  • Ikea
  • C&A
  • Deichmann
  • Ikea
  • Ernsting’s family
  • Woolworth

Voraussichtlich keine Maskenpflicht in Supermärkten

Edeka habe sich ebenfalls entschieden, dass ab kommender Woche die Maskenpflicht grundsätzlich nicht aufrechterhalten werde. „Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen“, habe eine Sprecherin der Supermarktkette der Deutschen Presse-Agentur gegenüber mitgeteilt. Weiterhin werde das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske aber empfohlen. Allerdings berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass die Edeka-Gruppe ein besonderer Fall sei. Da viele Filialen inhabergeführt seien, könnten viele „eigenständig über alle Maßnahmen in ihren Märkten“ entscheiden, so eine Unternehmenssprecherin zum RND. Demnach sei es möglich, dass die Maskenpflicht in einem Markt gelte und in einem anderen wiederum nicht.

Aldi zieht auch nach. Gegenüber Focus Online erklärte die Pressestelle von Aldi Süd, dass die Corona-Schutzverordnung der Bundesländer und die darin festgelegten Regelungen für die Filialen maßgebend sein werden. Solange in Rheinland-Pfalz keine Corona-Hotspots ausgerufen werden, können Kundinnen und Kunden ohne Maske im Aldi einkaufen. „Wird keine Maskenpflicht vorgeschrieben, behalten wir uns eine Empfehlung an Mitarbeiter:innen und Kund:innen vor, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen.“, zitiert Focus abschließend.

Weiter hätte die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, gegenüber RND mitgeteilt, „dass man sich grundsätzlich an den jeweiligen Corona-Regeln der Bundesländer und der aktuellen Arbeitsschutzverordnung orientiere und diese umsetze.“ Da in Rheinland-Pfalz keine Hotspot-Regelung gilt, werde es wohl vorerst keine Maskenpflicht im Lidl oder Kaufland geben.

Auch bei Rewe sei „eher nicht“ mit einer Maskenpflicht per Hausrecht zu rechnen, so das RND. „Wir setzen die von den Behörden gemachten Anordnungen gewissenhaft um“, habe ein Unternehmenssprecher auf Anfrage des RND genatwortet.

Artikel von Focus Online (31.03.2022) und Redaktionsnetzwerk Deutschland (23.03.2022), Eigener Bericht