Impf-Auftakt in Apotheken: 70 Apotheken beteiligen sich bisher

Seit Dienstag dürfen in Apotheken ebenfalls Schutzimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht werden. In Rheinland-Pfalz haben sich 70 der rund 915 verfügbaren Apotheken gemeldet.
Seit Dienstag können auch Apotheker:innen gegen Corona impfen. Symbolbild: Pixabay/ JacquesTiberi
Seit Dienstag können auch Apotheker:innen gegen Corona impfen. Symbolbild: Pixabay/ JacquesTiberi

70 weitere Impfangebote

Insgesamt könnten circa 915 Apotheken in Rheinland-Pfalz an der Impfkampagne teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges Angebot von Apothekerinnen und Apotheker. Von den rund 915 verfügbaren Apotheken haben sich bisher nur 70 bei der zuständigen Landesapothekerkammer als „impfwillig und impffähig“ gemeldet, berichtet der Südwestrundfunk (SWR).

Verstärkung der bisherigen Angebote

Landesimpfkoordinator Daniel Stich sieht in der ergänzenden Impfkampagne durch Apotheken eine Verstärkung der bisherigen Impfangebote bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Impfzentren und -stellen. „Wir kämpfen weiterhin um jede Impfung.“, sagt Stich. Deshalb versuche man, die Menschen „wohnortnah zu erreichen„. Die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erläutert: „Wir wollen diejenigen erreichen, die sich noch nicht impfen lassen konnten, zum Beispiel weil ihnen die Organisation eines Impftermins bisher zu aufwendig war.“

Welche Apotheke in der Nähe an der Kampagne teilnimmt, lässt sich über www.mein-apothekenmanager.de herausfinden. Die Daten werden täglich aktualisiert.

Großer Aufwand für Apotheken

Die Grüne für Apotheken, nicht an der Kampagne teilzunehmen, seien unterschiedlich. Um die Corona-Impfungen anbieten zu können, müssen Apotheken eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllen: Eine Fortbildung muss absolviert werden, die auch die Ersthilfe in Notfällen umfasst, besondere Räumlichkeiten müssen eingerichtet und eine Haftpflichtversicherung vorgehalten werden, erklärt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Das Vorliegen der Voraussetzungen muss an die zuständige Landesapothekerkammer gemeldet werden. Zudem müssen durchgeführte Impfungen tagesaktuell über eine Schnittstelle an das Robert Koch-Institut weitergegeben werden.