Karl Lauterbach: Isolationspflicht für Corona-Infizierte bleibt jetzt doch

Erst Anfang der Woche verkündete Gesundheitsminister Karl Lauterbach, dass ab 01. Mai keine Isolationspflicht für Corona-Infizierte gelten werde. Gestern Abend ruderte er bei "Markus Lanz" wieder zurück:
Gesundheitsminsiter Karl Lauterbach. Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 20. Wahlperiode des Bundestages by Sandro Halank–030, CC BY-SA 4.0

Ab dem 01. Mai müssen sich Corona-Infizierte nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben, verkündete Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Montag, 04.04.2022. Ab dem 01. Mai sollten neuen Quarantäne- und Isolationsregeln gelten, die auf „Freiwilligkeit“ beruhen – mit Ausnahme von medizinischem Personal. Doch nach scharfer Kritik hat Lauterbach sich gestern Abend, 05.04.2022, nun doch gegen eine Freiwilligkeit bei der Isolation von Corona-Infizierten ausgesprochen.

„Einen Fehler gemacht“

Über Twitter veröffentlicht der Gesundheitsminister zwei Erklärungen, wieso er bei „Markus Lanz“ zurückruderte und sich gegen eine Befreiung der Isolationspflicht ausspricht. „Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Coronainfektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen“, veröffentlicht er letzte Nacht auf Twitter. „Hier habe ich einen Fehler gemacht. Das entlastet zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal ist falsch und schädlich.

Weiter erklärt er: „Corona ist keine Erkältung. Daher muss es weiter eine Isolation nach Infektion geben. Angeordnet und kontrolliert durch die Gesundheitsämter.“ Am heutigen Mittwoch, 06.04.2022, wolle er weitere Informationen mitteilen. Abschließend betont er: „Der Fehler lag bei mir und hat nichts mit der FDP oder Lockerung zu tun. Es ging um Entlastung der Gesundheitsämter“.

Twitter Beiträge Karl Lauterbach (06.04.2022)