Lauterbach: Lockerungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht vertretbar

Zum jetzigen Zeitpunkt seien Lockerungen der Corona-Maßnahmen nicht vertretbar, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Eine schnelle Öffnung könne die "Welle deutlich verlängern", sagte der Politiker am Dienstag in einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, informierten am Montagvormittag, 08.02.2022, über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland.

Lockerungen seien derzeit nicht vertretbar

Erneut ging es dabei um die Debatte zu den Lockerungen. Gesundheitsminister Lauterbach warnte vor einer schnellen Aufhebung der Maßnahmen. „Wir können breite Lockerungen zur jetzigen Zeit nicht vertreten„, sagte der Politiker und ergänzte: „Sollte es zu einer schnellen Öffnung kommen, würden wir die Welle deutlich verlängern.“ Nach Lauterbach sei die Lage noch nicht unter Kontrolle und er verwies auf die steigenden Fallzahlen, auf viele ungeimpfte ältere Personen und die in Europa vergleichsweise „sehr alte Bevölkerung“ in Deutschland.“, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Höhepunkt der Omikron-Welle Mitte Februar

Der Gesundheitsminister rechnet weiterhin mit einem Höhepunkt der Omikron-Welle Mitte des Monats. Daher seien die Diskussionen über Lockerungen fehl am Platz. Durch zu schnelle Öffnungen könne die Welle deutlich verlängert werden, so Lauterbach.

RKI-Chef Wieler warnte mit Blick auf andere Länder davor, dass bei steigenden Infektionszahlen mit Omikron auch die Zahl der Todesfälle wieder ansteigen könnte. Aktuell sei die Zahl der Todesfälle rückläufig.

Anspruch auf PCR-Test nach positivem Schnelltest bleibt

Wegen der Meldung über knapper werdende PCR-Tests sollte die Nachtestung nach einem positiven Schnelltest ausgesetzt werden. Lauterbach erklärte in der Pressekonferenz am Vormittag, dass Bürgerinnen und Bürger nach einem positiven Corona-Schnelltest auch einen Anspruch auf PCR-Nachtestung haben sollen.

Den Angaben zufolge seien die vorhandenen Kapazitäten bei PCR-Tests ausreichend, „wenn eine tägliche Zahl von bis zu 450.000 Corona-Neuinfektionen erreicht würde“, berichtet das RND. Lauterbach glaube nicht, dass diese Zahl erreicht werde. Die Änderung der Testverordnung sei noch in dieser Woche geplant.