Lauterbach zur Corona-Lage: „Wir müssen vorsichtig bleiben“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mahnt in der Corona-Pandemie weiterhin zur Vorsicht. In seiner wöchentlichen Pressekonferenz zur aktuellen Lage wies sagte er, dass der Scheitelpunkt zwar erreicht sei, jedoch "sind wir noch nicht sicher über den Berg."
Gesundheitsminsiter Karl Lauterbach. Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 20. Wahlperiode des Bundestages by Sandro Halank–030, CC BY-SA 4.0
Gesundheitsminsiter Karl Lauterbach. Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der 20. Wahlperiode des Bundestages by Sandro Halank–030, CC BY-SA 4.0

In wenigen Tagen tritt die zweite Schritt der Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft. Bund und Länder hatten sich auf einen Drei-Schritte-Plan bis 20. März geeinigt. Dann sollen alle „tiefgreifenden Maßnahmen“ fallen und Basis-Maßnahmen wie Maskenpflicht weiterhin bestehen bleiben.

Aktuelle Pandemie-Lage

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mahnt mit Blick auf die Infektionszahlen in der wöchentlichen Pressekonferenz am Freitag zur aktuellen Corona-Lage aber weiterhin zur Vorsicht. „Wir haben sehr hohe Fallzahlen, die wir möglicherweise sogar unterschätzen.“ Zudem seien pro Tag immer noch 200 bis 300 Todesfälle zu verzeichnen.

Omikron-Untervariante breitet sich aus

Der Scheitelpunkt sei bei der aktuellen Welle erreicht. Gleichzeitig verwies er auf die Ausbreitung der neuen Subvariant BA.2, die zwar offensichtlich nicht schwerer verlaufe, aber ansteckender sei. In Deutschland mache sie derzeit etwa 16 bis 17 Prozent der Fälle aus. Wenn Deutschland nicht vorsichtig sei, könnten die Fallzahlen möglicherweise wieder steigen, betonte Lauterbach.

Auch der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler mahnte, die Situation weiterhin ernst zu nehmen. Ältere Menschen seien nach wie vor gefährdet und müssten besonders geschützt werden. Wieler verwies erneut auf die Notwendigkeit einer Impfung. Eine vollständige Impfung und vor allem die Auffrischimpfung schützten sehr gut vor schweren Verläufen und auch Todesfällen, gerade bei den Älteren.

Kein Spielraum für schnellere Öffnungen

Lauterbach appellierte an die Bundesländer, bei den Lockerungen nicht über das hinauszugehen, was bei der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wurde. Der Bundesminister betonte: „Für eine Beschleunigung der Öffnungen haben wir überhaupt keine Spielräume.“ Die Einschätzung, dass einFreedom Day, also ein Ende der Pandemie, vor uns liege, teile er nicht.

Pressemitteilung Bundesregierung (25.02.2022)