Impfungen mit Omikron-Impfstoff ab nächster Woche möglich

Ab kommender Woche wird in Rheinland-Pfalz der an die Omikron-Variante angepasste Impfstoff verabreicht. Der neue Impfstoff ist aber lediglich für Auffrischimpfungen zugelassen.
Die Stiko empfiehlt eine zweite Auffrischimpfung für alle ab 60 und Personen mit Vorerkrankungen. Symbolbild: Unsplash
Die Stiko empfiehlt eine zweite Auffrischimpfung für alle ab 60 und Personen mit Vorerkrankungen. Symbolbild: Unsplash

Der an die Omikron-Variante angepasste Impfstoff wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) in der EU zugelassen. Ab nächster Woche sollen die Impfungen in Rheinland-Pfalz starten. Gesundheitsminister Clemens Hoch informierte, dass ab Mittwoch, 07.09.2022, Auffrischimpfungen mit dem Corona-Impfstoff möglich sind.

Neuer Impfstoff nur für Booster-Impfungen

Alle, die schon einen Impftermin für eine Auffrischimpfung haben, können dann wählen, ob sie sich mit dem Impfstoff der ersten Generation oder dem neuen Vakzin impfen lassen wollen, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen, erklären Gesundheitsminister Clemens Hoch und der Impfkoordinator des Landes, Ministerialdirektor Daniel Stich. Weiterhin müsste die Grundimmunisierung, also die ersten beiden Impfungen, mit den bisherigen Impfstoff „der ersten Generation“ erfüllt sein. Die angepassten Impfstoffe seien lediglich für Auffrischungsimpfungen zugelassen.

Impf-Empfehlung für alle ab 60 Jahre und Risikopatienten

Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Personen im Alter von 60 bis 69 Jahre eine vierte Corona-Impfung – also eine zweite Auffrischungsimpfung. Voraussetzung für den zweiten Booster sei, dass die erste Auffrischimpfung oder die letzte Corona-Infektion mindestens sechs Monate her sei. Auch gelte die Impfempfehlung für Personen ab 5 Jahre, die wegen einer Grunderkrankung, wie beispielsweise einer Immunschwäche, ein erhöhtes Risiko für schwere Corona-Verläufe haben.

Vorbereitungen für Herbst und Winter

Gesundheitsminister Clemens Hoch und der Impfkoordinator des Landes betonen, dass die Schutzimpfungen helfen, gut durch Herbst und Winter zu kommen. „Auch wenn die Sommerwelle gebrochen und die Omikron-Varianten des Coronavirus dank der vorhandenen Impfstoffe gut beherrschbar sind müssen wir wachsam bleiben.“ Vor allem für die anstehende Erkältungssaison sei es wichtig, „alle nötigen Schutzmaßnahmen“ zu treffen, um einen Anstieg von Infektionen möglichst gering zu halten, das Gesundheitssystem zu entlasten und vulnerable Gruppen zu schützen. Dafür wurden die staatlichen Impfangebote bewusst aufrechterhalten. Abschließend appellieren die beiden: „Nutzen Sie diese Angebote und lassen Sie sich impfen“.

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