Premier Xavier Bettel nach Vorfälle in Luxemburg: „Solidarität, Demokratie und Mitmenschlichkeit sind stärker als Haas, Gewalt und Egoismus!“

Nach den Vorfällen in Luxemburgs Hauptstadt hat sich nun der Premierminister mit deutlichen Worten dazu gemeldet.
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Wir haben über die, teils schwer ausartenden Proteste am Wochenende in Luxemburg-Stadt berichtet. Hier haben Demonstranten sich Ausschreitungen mit den Sicherheitskräften geliefert. Es wurden auf dem Wintermarkt einfach die Zugangsabsperrungen niedergerissen und der Markt gestürmt. Auf dem Wintermarkt waren Familien mit ihren Kindern unterwegs, die völlig überrumpelt wurden, von den aggressiven Menschen. Kinder haben geweint. Auch hier gab es unter dem Beitrag viele Kommentare. Einige die wohl dabei gewesen sein sollen, beschönigen die Situation und geben den Medien die Schuld, dass nur schlechtes gezeigt werde. Dabei ist es ein Video eines Menschen, der nichts mit Presse am Hut hat, welches zeigt, mit welcher Gewalt und Aggressivität vorgegangen wurde.

 

Worte des Premierminister Xavier Bettel

In einem Facebook- Post meldete sich nun der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel zu Wort: „Solidarität, Demokratie und Mitmenschlichkeit sind stärker als Haas, Gewalt und Egoismus! Wir leben in einem freien demokratischen Land, wo jeder seine Meinung sagen darf. Das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit sind wichtige Freiheiten, die ich immer wieder verteidigen werde, auch besonders wenn Menschen anderer Meinung sind, wie ich selber.

Was aber gestern sich in der Stadt abgespielt hat, kann und will ich so nicht akzeptieren! Meinungsfreiheit heißt nicht, dass sich Familien mit kleinen Kindern verängstigt fühlen, wenn sie auf dem Christmarkt sind. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass die Menschen aggressiv sein dürfen, weil sie anderer Meinung sind. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass der Holocaust verharmlos werden darf.

Es ist nicht immer einfach, Politik zu machen. Besonders in diesen Zeiten. Als Premierminister ist es meine Pflicht, das Wohl der Allgemeinheit zu garantieren. In Zeiten einer solchen Pandemie, bedeutet es auch, das wir als Regierung Entscheidungen treffen müssen, die nicht jedem gefallen. Die Regierung hält ein Maß an Respekt von der Demokratie und dem Rechtsstaat. Unsere Covid-Gesetze werden vom Staatsrat beraten und von der Kammer gewählt. Demokratie lässt sich nicht einschüchtern. Denn Demokratie sind wir alle. Und gemeinsam sind wir stark.

Reaktionen von unseren Lesern

Christine S. : Anstatt sich impfen zu lassen und an die Allgemeinheit zu denken drehen alle am Rad jeder denkt nur an seine Vorteile.

Ralf M. : Einfach impfen lassen und dann gibt’s keine Unterschiede . Wäre auch mal eine positive Aktion gegenüber Leute die sich nicht impfen lassen können Kinder und alte mal drüber nachgedacht.

Stefan K. : Ein neuer Tiefpunkt. Absolut unentschuldbar. Ich schäme mich in Grund und Boden für solche Aktionen.

Diana E. : So ein Schwachsinn. Ihr könnt ja Demonstrieren, aber lasst doch andere Leute in Frieden. Ihr wollt Euch nicht impfen lassen? Ja und? Eure Entscheidung, dann müsst Ihr auch mit den Konsequenzen leben. Ich will nicht wissen wie viele von Euch Demonstranten Raucher sind und sich jeden Tag Gift in die Lunge pumpen trotz bekannter Risiken.

Siegfried R. : Das kommt heraus, wenn man solche Unterschiede zwischen Geimpfte und Ungeimpfte macht.