Symbolbild Baustelle Pixabay

Region. Der Bundesvorsitzende der IG Bau, Robert Feiger hat einem Pressestatement die zahlreichen Corona- Verstöße in der Baubranche scharf kritisiert. Die Bauunternehmen kehren derzeit wieder viel zu früh zu den alten Verhaltensmustern zurück und ignorieren die Hygienevorschriften. Somit steigt die Infektionsgefahr ungemein an. Er mahnt die Sammeltransporte zu Baustellen in Bulli ebenso an, wie die Pausen in engen Bauwagen. Auf den Baustellen hätten die Bauarbeiter/innen kaum die Möglichkeit, sich die Hände mit sauberem, fliesendem Wasser und Seife zu waschen. Desinfektionsmittel sei Fehlanzeige auf fast allen Baustellen.

Bericht eines unglaublichen Falls aus Norddeutschland 

Der Bundesvorsitzende der IG Bau berichtet von einem unglaublichen Fall in Norddeutschland. Ein Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern das Tragen von Mund- Nasen Schutz auf den Baustellen strikt verboten. Die Begründung dazu lautete, dass sonst die Brille beschlagen würde und man nicht mehr ordentlich arbeiten kann. Gerade im Innenausbau oder bei Sanierungen, bei denen nicht unter freiem Himmel gearbeitet wird, ist so eine Anweisung des Arbeitgebers natürlich völlig verantwortungslos“, so IG BAU-Chef Feiger. Er appelliert an die Baubeschäftigten, solche „respektlosen Arbeitgeber-Kapriolen“ nicht zu akzeptieren und sich an die Bau-Gewerkschaft zu wenden.

Corona- Schutz ist Arbeitsschutz

„Kein Händewaschen, kein Abstand, keine Atemschutzmaske: Viele Bauunternehmen ignorieren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurückkehren“, sagt Feiger. Corona-Schutz sei allerdings Arbeitsschutz. Der IG BAU-Chef appelliert daher an die Baubeschäftigten, kein Risiko einzugehen und sich „gegen einen sorglosen Umgang mit Corona-Regeln selbstbewusst zur Wehr zu setzen“. Das fange schon auf dem Weg zur Baustelle an: „Dicht an dicht im Baubulli zu sitzen, ist ein No-Go“, so Feiger. Hier seien individuelle An- und Abfahrten notwendig.

  • Text: Presseinfo IB Bau, geschrieben Florian Blaes