Symbolbild
Region. Für große Diskussionen sorgt derzeit ein Vorschlag der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer in der gestrigen Fernsehsendung im ZDF „Maybrit Illner“.
Hier mahnt Dreyer an, dass sie die aktuelle Regelung an den Teststationen im Land für Reiserückkehrer, besonders aus Risikogebieten, eine gute Sache sei. So könne man auch die Pandemie im Griff behalten. Derzeit werden alle Tests und die damit anfallenden Kosten komplett übernommen (Die aktuellen Corona-Fallzahlen in der Region).

Reiserückkehrer sollen Tests selbst bezahlen 

Doch zu den kommenden Herbstferien in ein paar Wochen müsse man sich ein neues Konzept überlegen. Malu Dreyer fordert, dass dann die Reiserückkehrer die Tests selbst bezahlen müssen. Es könne nicht sein, dass Menschen in Urlaub fahren, womöglich noch in ein Risikogebiet, und dann denken, dass man bei der Rückkehr ja sowieso kostenlos getestet wird. Und das auf dem Rücken der Allgemeinheit. Damit müsse ab Herbst Schluss sein, fordert die Ministerpräsidentin.

Bund-Länder-Konferenz in der kommenden Woche 

„Wir brauchen eine neue Strategie in den Herbst rein, wenn wieder Ferien sind“, so Dreyer. In der kommenden Woche ist die nächste Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Dort möchte Dreyer das Thema ansprechen. Sie wird auch den Vorschlag machen, dass Reiserückkehrer verpflichtet werden, in die 14-tägige Quarantäne zu gehen, wenn sie den Test nicht machen und bezahlen wollen.

Jens Spahn verteidigt die aktuelle Strategie 

Gesundheitsminister Jens Spahn hingegen verteidigt die aktuelle Strategie der Testungen. Wenn die Tests kostenpflichtig werden würden, kämen viele Urlauber auf die Idee, sie zu vermeiden. Politiker verschiedener Parteien haben dennoch Vorschläge geäußert, die Menschen wenigstens teilweise an den Kosten zu beteiligen.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen in der Region

  • Text: Florian Blaes, eigene Recherche