Keine Dreharbeiten für einen Actionfilm, sondern ein ungewöhnlicher Tierrettungseinsatz für die Trierer Feuerwehr: Einen Turmfalken, der hinter einem Sicherungsnetz an der Trierer Konstantin-Basilika in fast 40 Metern Höhe gefangen war, konnte die Berufsfeuerwehr am Montag, 3. Mai befreien.

Über den Notruf wurde die Integrierte Leitstelle am Nachmittag alarmiert, ein Greifvogel habe sich in einem Netz verfangen. Was normalerweise ein Standardeinsatz ist, stellte sich vor Ort schnell als Herausforderung für die zunächst fünf von der Hauptfeuerwache ausgerückten Feuerwehrleute heraus. Ein Turmfalke war hinter einem Sicherungsnetz am Dachfirst der Trierer Konstantinbasilika gefangen und konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien. Das Netz soll normalerweise verhindern, dass Fassadenteile von dem 1700 Jahre alten Weltkulturerbe herabstürzen.

Das Problem: Die Einsatzstelle an dem knapp 40 Meter hohen römischen Monumentalbau lag wenige Meter über der maximalen Einsatzhöhe der 30 Meter hohen Drehleiter, mit deren Hilfe solche Einsätze im Normalfall gelöst werden.

Ein Fall also für die speziell ausgebildeten Höhenretter der Trierer Berufsfeuerwehr. Sechs Höhenretter stiegen auf das Dach der Kirche, befestigten Sicherungsseile, seilten sich zu dem Netz ab und schnitten ein Loch hinein. Anschließend lotste einer der Höhenretter den Falken zu der Öffnung, so dass der Greifvogel aus schließlich eigener Kraft davonfliegen konnte. Anschließend wurde das Netz wieder verschlossen.

Für den spektakulären Einsatz in rund 40 Metern Höhe, unterstützt von Drohneneinheit und Drehleiter, gab es für die Einsatzkräfte von zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern Szenenapplaus.

(Text und Bilder: Ernst Mettlach Presseamt Stadt Trier)