Hier wurden viele Menschen am frühen Dienstagmorgen eiskalt erwischt. Vor Ende der Morgendämmerung kam es in der Region zu einem kurzen, aber starken Eisregenschauer. Ein LBM- Sprecher teilte mit, dass zwar eisige Temperaturen vorausgesagt wurden und dass es immer wieder zu Schneeschauern kommen kann. Aber dass Eisregen kommen würde. Damit haben die wenigsten gerechnet. Die Räum- und Streudienste haben bereits in der Nacht die Straßen dick abgestreut.

Auf newstr.de- Nachfrage bei der Polizei der Region Trier teilte diese zur Mittagszeit mit: „Insgesamt hat sich die Lage seit der kalten Nacht mit teilweise sehr glatten Straßen beruhigt und derzeit gibt es keine Verkehrsbeeinträchtigungen mehr. Alle Straßen sind und werden weiterhin gestreut und sind frei befahrbar. Allerdings raten wir immer noch zu vorsichtiger und vorausschauender Fahrweise. Die Streu- und Räumdienste sind seit gestern schon unterwegs.“

Davor kam es zu chaotischen Straßenverhältnissen in der Stadt Trier und der Region. Um 6 Uhr teilte die SWT Trier mit: „Aufgrund von Glatteis mussten wir den Busverkehr einstellen. Auch die Streudienste haben derzeit Probleme durchzukommen. Wir hoffen, dass sich die Lage bald entspannt und sagen Bescheid, sobald die Busse wieder fahren können. Passt auf euch auf, wenn ihr das Haus verlasst!“ Um 8 Uhr kam das Update des SWT: „Unsere Busse versuchen jetzt den Betrieb wieder aufzunehmen. Voraussichtlich ab 8:15 Uhr starten unsere Linien an den Endhaltestellen. Einzige Einschränkung: Die Sickingenstraße ist noch gesperrt. Unsere Linie 4 fährt bis Petrisberg, dreht dort und fährt über das Avelertal zum Hauptbahnhof. Für die Rückfahrt gilt die umgekehrte Reihenfolge.“ Seit 11 Uhr fahren wieder alle Stadtbusse nach Fahrplan. Auch in den Landkreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm kam es zu zahlreichen Busausfällen und großen Behinderungen im Busverkehr. Ein Linienbus blieb so unter anderem auf der K77 zwischen Fell und Mertesdorf über mehrere Stunden hängen.

Über die sozialen Netzwerke teilten zahlreiche User mit, dass es auf der B 407 rund um Kirf zu chaotischen Straßenverhältnissen gekommen sei. Hier würden auf den Steigungen mehrere LKW und Autos feststecken oder quer stehen. Auch der LBM kam hier ins Schleudern. Hier beruhigte sich gegen 9 Uhr die Lage.

Die Polizei teilte auf newstr.de- Nachfrage mit: „Konkret hatten wir bis in die Morgenstunden in Trier einige Behinderungen und wenige Sperrungen durch glatte Straßen, weshalb auch der Busverkehr ab 8 Uhr wieder anlief. Die Polizeiinspektion Trier musste drei Unfälle aufnehmen, die auf das Winterwetter zurückzuführen waren. Zwei davon waren mit leicht verletzten. Die Polizei Saarburg meldet drei Winterunfälle, die alle ohne Verletzte überstanden wurden. Allerdings gab es auch hier bis in die Morgenstunden Verkehrsbeeinträchtigungen durch Glätte und zum Teil kurzfristige Sperrungen aufgrund querstehender LKW. Insbesondere waren Teilabschnitte der Bundes- und Landstraßen über den Höhenzug zwischen Tawern und Nittel betroffen. In Hermeskeil nahm die Polizei lediglich einen Winterunfall auf, bei dem es ebenfalls bei Blechschäden blieb.“ Hier kam es bei Kell am See zu einem Unfall.

Den aufwendigsten Unfall gab es auf der L 135 zwischen Mannebach und Onsdorf (VG Saarburg-Kell). Hier kam auf einer Gefällstrecke im Kurvenbereich ein Streufahrzeug auf eisglatter Fahrbahn von der Straße ab und landete im Straßengraben. Der Fahrer blieb hierbei unverletzt. Der Streu-LKW kam in Schräglage und konnte sich so nicht mehr befreien. Ein Spezialbergungsunternehmen aus Trier rückte an, um das Streufahrzeug zu bergen. Hierbei wurde es zunächst mit einer Seilwinde stabilisiert. Dann kam ein großer Kran zum Einsatz und hob den LKW rechtsseitig aus dem Straßengraben. Die Strecke war über mehrere Stunden voll gesperrt.

Der DWD warnt weiterhin vor Dauerforst und immer wieder kann es zu Schneeschauern und extremer Straßenglätte kommen.